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Auch Lufthansa soll für Air-Berlin-Transfergesellschaft zahlen

Ein Flugzeug der Air Berlin in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) am Flughafen auf dem Vorfeld. Der letzte Flug der insolventen Luftfahrtgesellschaft soll am 27. Oktober abheben.
Ein Flugzeug der Air Berlin in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) am Flughafen auf dem Vorfeld. Der letzte Flug der insolventen Luftfahrtgesellschaft soll am 27. Oktober abheben. © Foto: dpa
18.10.2017, 11:39 Uhr
Berlin (dpa) Geld für die geplante Transfergesellschaft für Beschäftigte der Air Berlin muss aus Gewerkschaftsicht auch von den Käufern der insolventen Fluggesellschaft kommen. Die Lufthansa und weitere mögliche Erwerber müssten ihren Beitrag leisten, teilte Verdi am Mittwoch mit. "Es geht vor allem darum, Zeit zu gewinnen, um die ehemaligen Beschäftigten der Airline an andere Arbeitgeber zu vermitteln", sagte Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. "Jobbörsen, wie sie bereits stattfinden, sind auch hilfreich, lösen aber alleine das Problem nicht."

Bislang wollen sich Air Berlin und die Länder Berlin und Nordrhein-Westfalen an einer Transfergesellschaft beteiligen, bei der sich die Beschäftigten bewerben können. "Auch nach dem Geschäftsabschluss mit der Lufthansa droht Tausenden Airberlinern die Arbeitslosigkeit", warnte Behle. Die Länder, darunter auch Bayern, wo es einen Technikstandort der Air Berlin gibt, müssten sich schnell abstimmen.

Lufthansa übernimmt 81 der zuletzt 134 Air-Berlin-Maschinen und will bis zu 3000 der etwa 8000 Beschäftigten einstellen. Weitere Verhandlungen laufen mit der britischen Billiglinie Easyjet. An diesem Donnerstag soll es in der Air-Berlin-Zentrale eine Jobmesse des Berliner Senats geben, bei der den Beschäftigten Stellen etwa bei Polizei, Bürgerämtern und Justizdienst angeboten werden.

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