Berlin (DDP) Zahlreiche Steuersünder haben sich in diesem Jahr den Berliner Finanzämtern gestellt. Wie die Senatsfinanzverwaltung mitteilte, gingen bis Freitag 731 Selbstanzeigen ein. Davon hätten 706 einen Bezug zu Konten in der Schweiz und 25 in Luxemburg.
Die deutschen Finanzbehörden prüfen derzeit den Kauf einer weiteren sogenannten Steuer-CD mit Angaben über deutsche Kunden einer Liechtensteiner Bank. Auf die Selbstanzeigen in Berlin hatte dies jedoch offenbar nur wenig Einfluss. In der vergangenen Woche meldeten sich den Angaben zufolge zehn Steuersünder bei den Behörden.
Aufgrund der Selbstanzeigen nahm das Land bis Ende Juni rund 32 Millionen Euro an Steuernachzahlungen ein. Schätzungen zufolge könnten sich die Mehreinnahmen auf rund 50 Millionen Euro erhöhen.
Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) forderte unterdessen eine einheitliche Vorgehensweise der Länder beim Ankauf von Steuer-CDs. Dafür wolle er sich auf der nächsten Finanzministerkonferenz einsetzen.
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