Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Proteste gegen Al-Quds-Tag in Berlin

04.09.2010, 18:15 Uhr
Berlin (DDP) Rund 500 Demonstranten haben am Samstag am Kurfürstendamm Ecke Joachimstaler Straße in Berlin gegen den diesjährigen Al-Quds-Tag protestiert. Versammelt waren Vertreter der iranischen Opposition, zahlreicher pro-israelischer Organisationen und der Jüdischen Gemeinde Berlin, darunter die Vorsitzende Lala Süsskind. Die Teilnehmer trugen israelische Fahnen und Transparente mit Aufschriften wie „Mörder sind keine Märtyrer“ und „Israel hat das Recht sich zu verteidigen“. An der antiisraelischen Al-Quds-Demonstration nahmen nach Polizeiangaben ebenfalls rund 500 Personen teil.

Die vorwiegend muslimischen Demonstranten skandierten unter Polizeiaufsicht Parolen wie „Zionisten sind Faschisten“ beziehungsweise trugen Transparente mit der Aufschrift „Israel ist kein jüdischer Staat“. In Hetzreden wurde die israelische Regierung als „zionistisches Militärregime“ bezeichnet. Die Polizei musste eingreifen, als Al-Quds-Demonstranten lautstark die Abschaffung Israels einforderten und dabei von jüdischen Jugendlichen mit Vuvuzelas gestört wurden. Wiederholt versuchten Teilnehmer des Al-Quds-Umzuges, Pro-Israel-Demonstranten anzugreifen, darunter am Olivaer Platz und am ehemaligen Kranzler-Eck.

Bereits am Mittag hatte ein antifaschistisches Bündnis mit rund 250 zum Teil vermummten Teilnehmern am Nollendorfplatz gegen den Al-Quds-Tag demonstriert. Diese Kundgebung blieb nach Polizeiangaben friedlich.

In Berlin gehen seit 1996 radikal-muslimische Gruppierungen für die „Befreiung“ von Jerusalem (Al Quds) auf die Straße. Dazu hatte 1979 der damalige iranische Machthaber Ayatollah Khomeini weltweit aufgerufen.

Zum Initiativkreis des Bündnisses „No Al-Quds-Tag“ gehören unter anderen die Jüdische Gemeinde, das Anti-Defamation Center, die Grüne Partei des Iran in Deutschland, die Deutsch-Israelische Gesellschaft, amerikanische Juden sowie die Vereine I like Israel, Hamburg für Israel, Israelis in Berlin und Pro Zion aus Nordrhein-Westfalen. Am Abend wollte das Bündnis in einem Friedrichshainer Szeneclub gemeinsam den Tag ausklingen lassen. Nach Angaben des Bündnisses beteiligen sich am Al-Quds-Tag in Berlin „immer wieder Islamisten, Neonazis und antizionistische Linke“.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
horst 06.09.2010 - 18:11:16

hier das video

http://www.youtube.com/watch?v=CWkja2DFe6g&feature=related

horst 06.09.2010 - 17:06:20

echt dumm

man muss sich doch nur mal diese demo anschauen. ein beispiel 2009. wie dumm ist das. deutsche halten eine israel fahne hoch und schreien"lang lebe israel". wie dämlich ist sowas. unser land bekommt immer mehr probleme und anstatt sich darum zu kümmern haben manche menschen nichts weiter zu tun als sich um andere länder und ihre probleme zu kümmern. geht lieber arbeiten und kümmert euch um eure probleme,dann habt ihr weniger zeit für solchen schwachsinn. deutschland nimmmt schon jeden auf und verschenkt gelder und trotzdem ist es manchen nicht genug. was soll deutschland noch tun. wenn es euch hier nicht gefällt, dann wandert doch nach israel aus.

Marc L. 06.09.2010 - 12:28:16

Recherche

Ich habe gleich verschiedene Anmerkungen zu dem Artikel. 1) Schließe ich mich der Frage an, die im ersten Kommentar schon steht. Denn es waren auch verdammt viele Leute, die keinen jüdischen Glauben haben, bei den Veranstaltungen dabei. 2) Woher stammt die Info das bei der Demo des antifaschistischen Bündnisses "No Al Quds" (www.noalquds.blogsport.de) es teilweise vermummte Personen gab? Das ist doch eine totale Diffamierung und Falschaussage. Wäre es denn so gewesen wie im Artikel dargestellt, wäre die Polizei sofort eingeschritten, da es laut Versammlungsgesetz eine Straftat darstellt. 3) Im letzen Absatz wurde dann noch das antifaschistiche Bündnis "No Al Quds" mit dem Bündnis (www.no-al-quds-tag.de) bestehend aus der jüdischen Gemeinde, dem Anti-Defamation Center, etc. verwechselt. Das antifaschistiche Bündnis "No Al Quds", bestehend aus den Gruppen Autonome Neuköllner Antifa, Antifa Hohenschönhausen, Emanzipative & Antifaschistische Gruppe (EAG) und Antifaschistisches Bündnis Marzahn-Hellersdorf (ABM) hatte die Party nach der Demo und Kundgebung in Berlin-Friedrichshain gemacht und nicht wie im Artikel dargestellt.

Sebastian E. 04.09.2010 - 22:39:01

Seltsamer Artikel

Woher weiß der Autor denn eigentlich, dass die Jugendlichen mit den Vuvuzelas ausgerechnet jüdisch gewesen sind? Kann sich der Autor nicht vorstellen, dass auch nichtjüdische Deutsche ein Problem mit Antisemitismus haben?

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG