Berlin (DPA) Deutlich mehr Berliner mussten in diesem Jahr bei der Bahnhofsmission am Zoo um Hilfe bitten als 2009. Die Zahlen seien dieses Jahr regelrecht explodiert, sagte der Leiter der Anlaufstelle für Obdachlose und hilfesuchende Reisende, Dieter Puhl, am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa. Im vergangenen Jahr seien knapp 140 000 Menschen in die Mission gekommen, 2010 waren es über 170 000. Darunter seien neben Wohnungslosen viele Berliner mit wenig Geld. „Die Armut geht immer mehr in die Breite“, sagte Puhl.
Jeden Abend würden 10 bis 20 Menschen mit einer Wohnung zum Essen kommen und dann wieder nach Hause fahren. „Wir freuen uns auf die Menschen“, sagt Puhl. Doch die Hilfseinrichtungen stießen auch langsam an ihre Grenzen. So habe man in diesem Jahr mehr als 11 000 mal Kleidung ausgegeben - viermal so häufig wie im vergangenen Jahr.
Puhl beklagte, dass die Mission zunehmend mit einem Hygieneproblem zu kämpfen habe. Immer mehr Bedürftige kämen auch zum Waschen oder Duschen und für die Toilette zur Station. Nötig sei deshalb ein Gesundheits- und Hygienecontainer. Wie das schätzungsweise 50 000 bis 70 000 Euro teure Projekt finanziert werden kann, ist noch offen. „Wenn wir den Obdachlosen dazu zwingen, gegen die Wand zu pinkeln, machen wir ihn wieder zum Penner.“
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Neueste Kommentare
17.05.2012 00:22:28 patrick wegner
lärmschutzunsinn
17.05.2012 00:00:47 G.W.
Oh.....mit leichten Handfeuerwaffen....
17.05.2012 00:00:19 Segel setzen!
@ Sepp
17.05.2012 00:00:13 Segel setzen!
@ Sepp
16.05.2012 23:42:52 G.W.
Die Katzenberger