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Bergbauseen erhielten 2011 weniger Flutungswasser

Senftenberg (dpa) Die Bergbauseen in der Lausitz und in Mitteldeutschland konnten im Jahr 2011 wegen Trockenperioden nur mit knapp halb so viel Wasser geflutet werden wie im Jahr davor. Rund 80 Millionen Kubikmeter Flutungswasser seien 2011 in die Tagebau-Restlöcher beider Braunkohleregionen geleitet wurden, teilte der Bergbausanierungsträger LMBV im brandenburgischen Senftenberg mit.

Davon entfielen 45 Millionen Kubikmeter auf die Lausitz und 35 Millionen Kubikmeter auf die Region zwischen Leipzig (Sachsen) und Bitterfeld (Sachsen-Anhalt). Im Jahr 2010 wurden in beiden Gebieten noch 165 Millionen Kubikmeter Wasser aus Flüssen und Tagebauen in die alten Kohlegruben geleitet, davon zwei Drittel in der Lausitz. Dadurch verringerte sich das vom Bergbau beeinflusste Grundwasserdefizit im Lausitzer und mitteldeutschen Revier von einst 12,7 Milliarden auf etwa vier Milliarden Kubikmeter.

Über die Flutungszentrale Lausitz in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) gelangte in diesem Jahr Wasser aus der Spree, Schwarzen Elster und Lausitzer Neiße vor allem in den Großräschener See in Brandenburg sowie in den Bärwalder See und den Bernsteinsee bei Burghammer in Sachsen. Sie gehören zu den 31 größeren Lausitzer Bergbaufolgeseen. Hier entsteht die größte künstliche Seenlandschaft Europas. Sie wird durch schiffbare Kanäle für Touristen verbunden.

Die Flutung in Mitteldeutschland konzentrierte sich auf den Zwenkauer und den Störmthaler See in Sachsen und den Geiseltalsee in Sachsen-Anhalt. In diesen Regionen gibt es 23 große Bergbaufolgeseen. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) ist für die Sanierung der alten Tagebauflächen zuständig.

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