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Harriet Stürmer 25.01.2013 19:09 Uhr

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Land prüft Rauchmelder-Pflicht für Haushalte

Frankfurt (Oder) (MOZ) Der Feuerwehrverband in Brandenburg hat die Landesregierung per Resolution erneut aufgefordert, eine Rauchmelder-Pflicht in Privathaushalten einzuführen. Mit den Geräten könnten Menschenleben gerettet und ein schnelleres Eingreifen der Feuerwehr ermöglicht werden, sagt Verbandspräsident Manfred Gerdes. Eine Sprecherin bestätigte am Freitag, dass sich das Infrastrukturministerium bereits mit dem Thema befasst. Die Anregung des Feuerwehrverbandes spiele dabei durchaus eine Rolle. Zuletzt hatte sich Minister Jörg Vogelsänger (SPD) geweigert, die Pflicht in die Bauordnung des Landes aufzunehmen. Er verwies auf Freiwilligkeit: Die Bauaufsichtsbehörden könnten die Umsetzung nicht wirksam kontrollieren, hatte der Minister noch im November auf eine parlamentarische Anfrage geantwortet.

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© dpa

Nun scheint der Vorstoß des Landesfeuerwehrverbandes durchaus Aussicht auf Erfolg zu haben. Die Ministeriumssprecherin sagte, dass man seit einiger Zeit mit dem Berliner Senat zum Thema Feuermelder im Gespräch sei. "Wir wollen eine einheitliche Regelung für beide Länder finden", erläuterte sie. Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) hatte sich im vergangenen Sommer für eine Pflicht ausgesprochen. Auch Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke (SPD) hatte zuletzt betont, dass er Rauchmelder für sehr wichtig halte. In den meisten anderen Bundesländern gibt es bereits eine entsprechende Regelung.

Verbandschef Gerdes verweist auf etwa 600 Menschen, die bundesweit bei Bränden in jedem Jahr ums Leben gekommen sind. "Mindestens die Hälfte von ihnen hätte durch Rauchmelder gerettet werden können." Nicht die Flammen, sondern giftige Rauchgase seien Todesursache Nummer eins. Viele Opfer würden im Schlaf überrascht. "Auch der Geruchs- und Gehörsinn schlafen ein", erläutert Gerdes.

Er gehe davon aus, dass die Versicherungen auf ein entsprechendes Gesetz reagieren würden, indem sie "beispielsweise die komplette Schadenssumme nur zahlen, wenn ein Rauchmelder vorhanden war". Der Einbau batteriebetriebener Feuermelder sei kostengünstig und ohne technischen Sachverstand oder Aufwand möglich, erläutert der Feuerwehrmann. "Zertifizierte Rauchmelder gibt es schon ab zehn Euro." Vor allem Fluchtwege wie der Flur und Kinderzimmer sollten mit einem Warngerät ausgestattet werden, empfiehlt der Experte.

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