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27.01.2013 16:42 Uhr

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Platzeck fordert Widerstand - Gedenken an Holocaust-Opfer

Potsdam/Oranienburg (DPA) Kränze und Gebete für die Opfer des Nationalsozialismus. Landesweit haben Menschen der Toten gedacht - teils mit sehr persönlichen Worten und Gesten.

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Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin  

Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin

© dpa

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat anlässlich des Holocaust-Gedenktages zu entschlossenem Widerstand gegen Rechtsextremismus aufgerufen. "Der Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken, bleibt ein zeitloses und unumstößliches Gebot", sagte Platzeck am Sonntag. "Damit ist die Mahnung verbunden, rechtsextremistischen Umtrieben, Anschlägen und Einschüchterungen klar entgegen zu treten." Landesweit wurde an Gedenkstätten der Opfer des Holocaust gedacht. An der zentralen Veranstaltung in der Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg (Oberhavel) nahmen etwa 200 Gäste teil.

Landtagspräsident Gunter Fritsch legte einen Kranz in dem ehemaligen Konzentrationslager nieder. Stellvertretend für die Landesregierung nahmen Finanzminister Helmuth Markov (Linke) und Kulturministerin Sabine Kunst (parteilos) an dem Gedenken teil. Dabei wurde in diesem Jahr insbesondere an das Schicksal der französischen Häftlinge in dem KZ Sachsenhausen erinnert. Von den mehr als 9300 Franzosen haben laut Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten mindestens 1174 das Lager nicht überlebt.

"Der 70. Jahrestag der Ankunft des größten Transports französischer Häftlinge im KZ bei der Reichshauptstadt am 25. Januar 1943 schien uns ein solcher angemessener Anlass zu sein, um diesen Gedenktag allen französischen Deportierten zu widmen", sagte Stiftungsdirektor Günter Morsch. In Anwesenheit des französischen Botschafters Maurice Gourdault-Montagne erinnerte Michel Claverie an das Schicksal seines inzwischen gestorbenen Vaters Albert in dem KZ.

Dieser war als französischer Widerstandskämpfer mit 21 Jahren im Mai 1943 deportiert worden und hatte das Lager überlebt. Sein Sohn brachte dessen gestreifte Häftlingskleidung mit der Nummer 66213 zurück und berichtete von der bewegten Zeit seines Vaters. Zugleich mahnte Claverie an, Orte wie Sachsenhausen zu erhalten und die Arbeit der Zeitzeugen fortzusetzen.

"Die unzähligen Opfer des Nationalsozialismus mahnen uns für ein Leben in Freiheit einzustehen", betonte Brandenburgs CDU-Chef Michael Schierack anlässlich des Holocaust-Gedenktages. Dieser wurde auch mit Gedenkveranstaltungen in Potsdam, Prenzlau sowie Brandenburg/Havel und Fürstenberg/Havel begangen.

Nach einem UN-Beschluss wird seit 2006 weltweit der Opfer des Holocaust gedacht. In Deutschland wird er seit 1996 als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Das Datum erinnert daran, dass am 27. Januar 1945 die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz befreit worden waren.

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