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Brand (MOZ) Das Freizeitresort Tropical Islands in Brand (Dahme-Spreewald) ist schuldenfrei und kann anstehende Bauvorhaben ohne Hilfe der Gesellschafter aus Malaysia stemmen. "Die letzten offenen Kredite haben wir im vergangenen Jahr getilgt", sagte Geschäftsführer Ole Bested Hensing am Freitag bei der Premiere des neuen Unterhaltungsprogramms "Akoya - Showperlen der Tropen".
Abschied: Nach sieben Jahren wechselt Hensing von Brand nach Berlin. Zuvor war der Däne Chef des Spaßbades Erlebniscity in Oranienburg (Oberhavel).
Seit Eröffnung der früheren Cargolifter-Luftschiffhalle als Badeparadies vor neun Jahren hat der malaysische Konzern Tanjong 250 Millionen Euro in das Gelände investiert, den Großteil in die größte freitragende Halle der Welt. Im laufenden Geschäftsjahr habe das Unternehmen erneut schwarze Zahlen erwirtschaftet, sagte Hensing.
Der 48-Jährige, der am Freitag seinen letzten Arbeitstag hatte und nach sieben Jahren als Geschäftsführer von Tropical Islands zu den Berliner Bäderbetrieben wechselt, kündigte den Bau eines Hotel- und Konferenzzentrums mit 200 Zimmern an. Schon jetzt befinden sich knapp 1000 Betten innerhalb der 360 Meter langen und über 100 Meter hohen Tropenhalle - auf dem Gelände sind es fast 2000. Im zurückliegenden Jahr kamen Hensing zufolge mit 800 000 Gästen zwar etwas weniger als 2011 in die Anlage, rund 1,2 Millionen Übernachtungen würden aber die längere Aufenthaltsdauer der Besucher belegen.
Parallel zu den Hotel-Plänen will die Geschäftsführung den früheren Militärflugplatz auf dem eigenen Gelände wiederbeleben. Dazu sei lediglich eine Änderungsgenehmigung nötig. Man habe eigens dafür das Unternehmen Tropical Wings gegründet, sagte Hensing. Er rechnet damit, dass das Land in diesem Jahr grünes Licht gebe. Dann könnten Privatpiloten direkt neben der Halle starten und landen. Als Problem könnte sich jedoch der zu geringe Abstand zwischen Tropenhalle und Landebahn erweisen.
Europas größte tropische Urlaubswelt lockt mit dem höchsten Wasserrutschen-Turm Deutschlands zunehmend auch ausländische Gäste an. Ihr Anteil liegt nach Aussagen von Tropical-Island-Sprecher Patrick Kastner bei 20 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt etwa 500 Menschen und hat sogar eine eigene Feuerwehr mit 30 Angestellten. Zahlreiche Tierarten wie Papageien und Flamingos leben mittlerweile im größten Indoor-Regenwald der Welt.
Wer dem scheidenden Geschäftsführer Hensing folgt, ist noch offen. Vorerst hat man sich auf zwei Interims-Chefs geeinigt. Als Konkurrenz zu Tropical Islands sieht Hensing seinen künftigen Job bei den Berliner Bäderbetrieben nicht. Die Hallen- und Freibäder der Hauptstadt seien auf Tagesgäste ausgerichtet. "Statt eines großen Problems habe ich mir nun 63 kleine aufgehalst", sagte er mit Blick auf den Wechsel. (Mit Adleraugen)
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