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27.01.2013 22:15 Uhr

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Grippewelle erreicht Brandenburg

Frankfurt(Oder) (dpa/has) Hohes Fieber, Gliederschmerzen, Husten - und alles ganz plötzlich: Immer mehr Menschen in Brandenburg und Berlin kämpfen in diesen Tagen mit den typischen Symptomen einer Grippe. Eine Impfung kann sich auch jetzt noch lohnen.

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Eine Erkältung kommt allmählich, eine Grippe schlagartig  

Eine Erkältung kommt allmählich, eine Grippe schlagartig

© dapd

In dieser Grippesaison waren die Erreger in Deutschland auffallend früh dran. Gewöhnlich verzeichnet das Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) erst im Januar oder Februar steigende Zahlen von Infektionen mit Influenza-Viren. Doch in diesem Winter meldeten die Gesundheitsämter dem RKI schon in der zweiten Dezemberhälfte bereits mehr als 500 Erkrankungen bundesweit.

Mittlerweile hat die erste Grippewelle des noch jungen Jahres aber auch die Region Berlin-Brandenburg voll erfasst. Es gebe vermehrt Ansteckungsfälle, teilte das RKI mit. Allerdings sei die Lage nach einem kurzen Anstieg zum Jahreswechsel zurzeit auf niedrigerem Niveau stabil. In der Region wurden demnach in der dritten Kalenderwoche 136 Fälle von akuten Atemwegserkrankungen gemeldet, in der Woche vor dem Jahreswechsel waren es 147.

Das kalte Winterwetter sei nur ein Risikofaktor, hieß es. Kinder seien in den Schulferien weniger von Ansteckungsgefahr bedroht, als wenn sie Unterricht haben. Vor allem bei älteren Menschen und solchen mit chronischen Erkrankungen schafft es das Immunsystem oft nicht, die Viren in Schach zu halten. Die Krankheit verläuft dann schwerer als gewöhnlich.

Die Ständige Impfkommission beim RKI empfiehlt daher, dass sich Männer und Frauen ab 60 Jahren, Patienten mit chronischen Erkrankungen und Schwangere ab dem vierten Monat gegen Grippe impfen lassen - bevorzugt im Oktober oder November. Doch auch jetzt ist es für diese Maßnahme noch nicht zu spät, sagen die Experten. Allerdings sei zu bedenken, dass es knapp zwei Wochen dauert, bis ein vollständiger Impfschutz aufgebaut ist. Eine hundertprozentige Garantie kann allerdings keiner der verfügbaren Impfstoffe bieten. Nach einer aktuellen Studie aus den USA schützen die Impfstoffe im Schnitt nur 62 von 100 Menschen.

Wie sich die aktuelle Grippesaison weiterentwickelt, können die Experten nicht vorhersagen. Dass die Saison früher als gewöhnlich begonnen hat, heißt nicht, dass mehr Menschen erkranken oder gar sterben. Selbst bei moderaten Grippewellen, wie die der zurückliegenden Saison, könne das individuelle Risiko für eine schwere Erkrankung hoch sein, heißt es beim RKI.

In Deutschland sterben jedes Jahr Menschen infolge einer Influenza. Im Winter 2008/2009 schätzte das RKI ihre Zahl auf fast 20 000. Bei der Pandemie ein Jahr später war das Schweinegrippe-Virus zwar weit verbreitet, aber für die meisten Erkrankten wenig aggressiv.

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