Donnerstag, 17. April 2014



01.03.2013 17:25 Uhr

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Rocker wegen versuchten Mordes vor Gericht

Cottbus (DPA) Der fast tödliche Angriff auf einen damals 16-jährigen Schüler hat die Gefährlichkeit der Rocker verdeutlicht - nun kommt der Fall vor Gericht. Vom kommenden Freitag (8. März/9.30) an müssen sich vier Männer unter anderem wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Cottbus verantworten, bestätigte das Gericht am Freitag einen Bericht der "Lausitzer Rundschau". Der Prozess wird von strengen Sicherheitskontrollen begleitet. In Cottbus war es in den vergangenen Wochen mehrfach zu Übergriffen innerhalb der Rocker-Szene gekommen. Landesweit hat die Polizei in den vergangenen Monaten den Druck auf die Gruppierungen verstärkt.

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Die vier Angeklagten sollen dem Rocker-Club Gremium MC angehören. Hintergrund der Tat in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) war laut Anklage eine Auseinandersetzung mit den verfeindeten Hells Angels. Die Attacke auf den Schüler am frühen Morgen des 31. Dezember 2011 ereignete sich wenige Tage, nachdem ein damals 26-jähriger Anhänger des Clubs Gremium MC niedergestochen und schwer verletzt worden. Der Schüler war irrtümlich der Szene zugeordnet worden, so die Anklage.

Unmittelbar vor der Attacke auf ihn waren etwa 40 Rocker in eine Diskothek eingedrungen, ohne zu zahlen. Laut Anklage wollten sie die Gäste dadurch einschüchtern. Dabei drohten sie, Mitglieder des verfeindeten Clubs zu verletzen oder zu töten. Nachdem sie die Diskothek verlassen hatten, geriet jedoch der 16-Jährige in ihr Blickfeld. Weil sie ihn für ein Mitglied der Feinde hielten, fielen sie über ihn her.

Den Ermittlungen zufolge traten und schlugen die Angeklagten zunächst auf den Schüler ein, dann stachen sie mehrfach zu. Erst als sie das ohnmächtige Opfer für tot hielten beziehungsweise von seinem baldigen Tod ausgingen, sollen sie von ihm abgelassen haben. Eine längere Notoperation rettete später das Leben des Schwerverletzten.

Das Gericht hat nach Angaben des Sprechers bislang neun Verhandlungstage eingeplant. Ein Urteil könnte demnach am 2. Mai gesprochen werden.

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