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Conrad Electronic an getgoods interessiert

Pfälzer sind interessiert: Der Onlinehändler getgoods.de in Frankfurt.
Pfälzer sind interessiert: Der Onlinehändler getgoods.de in Frankfurt. © Foto: dpa
28.11.2013, 17:32 Uhr
Frankfurt (Oder) /Bonn () Für den insolventen Onlinehändler getgoods aus Frankfurt (Oder) gibt es einen Interessenten. Die Firma Conrad Electronic will wesentliche Vermögensteile von getgoods erwerben. Eine entsprechende Anmeldung ging in dieser Woche beim Bundeskartellamt ein, wie der Sprecher der Behörde, Kay Weidner, am Donnerstag in Bonn dieser Zeitung sagte. Details zum Umfang nannte er nicht.

Nach Auskunft von Christoph Möller, Sprecher des vorläufigen getgoods-Insolvenzverwalters Rüdiger Wienberg, sind die Verhandlungen mit Conrad Electronic "weit fortgeschritten". Dabei gehe es um die Übernahme des Geschäftsbetriebes von getgoods.

Unternehmen ab einer gewissen Größe sind verpflichtet, geplante Übernahmen beim Bundeskartellamt anzumelden. Dabei ist es nicht unüblich, dass die Anmeldung noch während laufender Gespräche erfolgt, um im Fall eines Vertragsabschlusses Zeit zu sparen. Die Prüfung dauere nach der Anmeldung in einer ersten Phase zunächst einen Monat, erläuterte Kartellamtssprecher Weidner. In einer zweiten Phase - also in komplizierten Fällen - könne die Prüfung um drei Monate verlängert werden.

Die getgoods.de Vertriebsgesellschaft und die getgoods.AG hatten Mitte November Insolvenzantrag gestellt. Die Löhne und Gehälter der etwa 200 Mitarbeiter der Gruppe - neben dem Hauptsitz in Frankfurt gibt es eine Außenstelle in Schönefeld (Dahme-Spreewald) - sind durch Insolvenzgeld der Arbeitsagentur voerst gesichert.

Das Familienunternehmen Conrad Electronic hat seinen Firmensitz in Hirschau in der Oberpfalz. Die Firma ist nach eigenen Angaben einer der führenden Anbieter für Elektronik und Technik in Europa und betreibt einen der umfangreichsten Internet-Shops.

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MehrWissen 04.12.2013 - 20:56:14

Conrad hat getgoods inzwischen übernommen

Pressemitteilung der getgoods Vertriesb GmbH vom heutigen Abend: "Frankfurt (Oder)/Hirschau 04.12.2013: Das Traditionsunternehmen Conrad Electronic übernimmt am 4. Dezember 2013 die operativen Endkundenshops der getgoods.de Vertriebs GmbH. „Mit Conrad haben wir einen starken Partner gefunden, der eCommerce versteht. Damit haben wir eine zukunftsfähige Lösung für Kunden und Mitarbeiter erzielt“, betonte Rüdiger Wienberg, Insolvenzverwalter der getgoods.de Vertriebs GmbH. Conrad übernimmt nahezu alle der 190 Mitarbeiter der Gruppe. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Bundeskartellamt hat bereits die Genehmigung erteilt. Nach einem rasanten Wachstum war die getgoods.de Vertriebs GmbH in finanzielle Schieflage geraten und musste am 14. November 2013 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen. “Um den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten, war eine schnelle Lösung zwingend“, ergänzte Wienberg. „Wir sind froh, dass wir diese dank des Einsatzes aller Beteiligten gefunden haben.“"

Realist 02.12.2013 - 07:05:58

Leider gibt es immer wieder für Frankfurt mehr schwarz als weiß

Größenwahn und ungeeignetes Personal in den Führungsetagen des Unternehmen haben letztlich zur Insolvenz führen müssen. Arbeitsplätze werden wohl einige erhalten bleiben. Leider nicht in Frankfurt, sondern in Bln. Schönefeld. Im günstigsten Fall bietet man den Frankfurter Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen einen Job dann dort an. Darauf kann man auch eine Wette mit "Nachdenken", "MOZ-Leser" und "Positiv" abschließen.

Nachdenken 29.11.2013 - 17:10:06

Es ist nicht alles schwarz oder weiß

Liebe Kommentatoren, die Welt stellt sich wohl weder einfach noch in schwarz oder weiß dar. Es sind gute Nachrichten, dass sich für Conergy und die Getgoods Vertriebs GmbH wahrscheinich Investoren gefunden haben. Dadurch besteht durchaus die Chance, dass die Standorte und damit zumindest der größte Teil der Arbeitsplätze erhalten bleiben. Andernfalls wäre doch nur einfach "0" übergeblieben für die Stadt, für die Mitarbeiter, für den Standort...was weiterhin daraus erwächst, muss wohl abgewartet werden. Einfach nur alles für tot zu erklären, erscheint jedoch einfach nur pessimistisch...aber es ist einfach, ein Pessimist zu sein - irrt er sich, dann nimmt man das aufgrund der allgemeinen Freude kaum zur Kenntnis und er grollt "naja, eine Ausnahme" und trifft seine Meinung zu, so hat er "Recht gehabt". Schwarzsehen ist allerdings kein probates Lösungsmittel (oder hat einer von den Herren Schwarzseher hier, einen Investor gebracht oder sonst einen umsetzbaren Vorschlag?). Zu den Ursachen der Unternehmenspleiten dürfte doch vielleicht abgewartet werden, bis die Fakten auf dem Tisch liegen...aber alle wissen es scheinbar hier schon vorher. Dann können Sie sicher bei der Aufklärung mittels stichhaltigen Beweisen helfen. Oder wissen Sie es einfach, weil es so sein muss? Sollte sich herausstellen, dass schuldhaft gehandelt wurde, dann gehört dies natürlich geahndet und keinesfalls als "Fehler eines Unternehmers" verklärt. Unternehmer übernehmen Verantwortung, der sie sich stellen müssen - aber Vorverurteilungen sind einfach nur unsachlich und zerstörerisch. Nicht jeder Unternehmer ist ein krummer Hund - auch wenn die Neider, die nicht verstehen, warum einer mehr und der andere weniger Erfolg hat, stets voller Missgunst sind und dies natürlich so hinstellen wollen. Es steht Ihnen frei, sich etwas in dieser Welt aufzubauen? Nur aus undifferenziertem Gemecker ist noch nichts Gutes entstanden. Da kann man doch auch den Mund halten, wenn man nichts beizutragen hat.

Wenn ich doch einmal reich wär 29.11.2013 - 13:28:54

@MOZ-Leser

Nachfrage:Mit oder ohne den Krediten in Höhe von 60 Millionen Euro?Wenn die Entnahme dieser nach Erwerb noch möglich ist- mit großer Wahrscheinlichkeit!

moz-Leser 29.11.2013 - 11:02:50

getgoods AG

Es steht auch jedem Kommentarschreiber frei die getgoods AG inkl. Arbeitnehmern zu übernehmen. Aber dann könnte man ja nicht so herrlich über andere herziehen.

CEO 0815 29.11.2013 - 10:10:46

@Positiv

Was sind Sie denn für ein naiver Bürger? Das ist kein negatives Weltbild sondern bittere Realität in bestimmten Kreisen dieser Gesellschaft.

lupo 29.11.2013 - 10:09:15

@ Positiv

"Vielleicht kommt auch alles ganz anders und die Arbeitsplätze bleiben bestehen." Das wäre natürlich wünschenswert. Aber Ihre "positive" Denkweise, auch wenn es noch so dick kommt, verstellt leider den Blick auf die Realitäten und so kann man sich die Welt auch schön denken. Einfach den Kommentar von @ Daxchecker mal auf der Zunge zergehen lassen oder andere Wirtschaftspublikationen zum Thema lesen. Viel Spaß dabei.

Positiv 29.11.2013 - 08:16:29

@Lupo

Sowohl ihr Kommentar hier als auch beim Thema Conergy sind voreingenommen. Belasten Sie mit ihrem negativen Weltbild bitte nicht Ihre gesamte Umwelt. Nich alles zerreden, erstmal abwarten. Niemand weiß im Moment, was dahinter steckt. Vielleicht kommt auch alles ganz anders und die Arbeitplätze bleiben bestehen. Zu den Kommentaren bzgl. CEO RM: glaben Sie alle ersthaft, er hat dieses Unternehmen aufgebaut, um es geziehlt in die Insolvenz zu führen? Blödsinn! Ohne Leute wie RM würde es in Deutschland gar keine Unternehmen geben und Leute wie Sie Lupo hätten nie Aussicht auf Arbeit. Unternehmer sind Leute, die mit Energie ein hohes Risiko eingehen. Das ist mehr als Lobenswert!! Es liegt in der Natur der Sache, dass dort auch Fehler gemacht werden. Getreu dem Motto: wer was macht, macht Fehler. Wer nichts macht (wie Sie Lupo??), kann logischer Weise auch keine Fehler machen. In diesem Sinne: Lang lebe das Unternehmertum und der Standort Deutschland, @all: Think positiv (es kann das Leben wirklich oftmals leicher machen!9

lupo 29.11.2013 - 06:52:32

Was für ein Weihnachtsgeschenk

Die Meldung, die hier nett in Worte verpackt daherkommt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als übles Spaß Paket, dass letztlich Beschäftigten und Anlegern nicht nur das Weihnachtsfest verdirbt. Es ist wohl mit Sicherheit nicht davon auszugehen das Conrad Electronic seinen Versandhandel von Frankfurt (Oder) aus betreiben wird. Es geht dabei vordergründig um das Plattmachen eines Konkurrenten im Online Handel. Die jetzige Situation von Getgoods ist einzig und allein dem schuldenfinanzierten Wachstumskurs des Unternehmens zu verdanken. Die Hauptverantwortung dafür trägt CEO RM, der Weihnachten finanziell gut abgesichert mit einem weinenden und einem lachenden Auge mit seinen Aktien den Kamin zu Hause anzündet.

Daxchecker 28.11.2013 - 20:14:51

Asset-Deal

Aha, also wird nur die Vertriebs-GmbH veräußert. Wienberg ist Inso-Verwalter Vertrieb. Wurde ja für die Holding extra Inso-Verwalter bestellt. Damit dürfte weder ein Arbeitnehmer übernommen noch der Standort Frankfurt erhalten bleiben. Auch die Gewerbesteuerschulden sind dank Inso-Recht verdampft. CEO RM' s Aktien sowie die weiteren Aktien haben Altpapierwert, die Anleihegläubiger gehen leer aus. Man darf sich nur fragen, wo die liquiden Mittel des Unternehmen hinflossen. In die Einkäufe sicher nicht. Hier gab es nur Verlierer, insbesondere die Region.

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