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Feste in der Stadt sind ihm besonders wichtig

Wäre Deutschlands erster AfD-Bürgermeister: Der Lebuser Detlev Frye.
Wäre Deutschlands erster AfD-Bürgermeister: Der Lebuser Detlev Frye. © Foto: MOZ/Ines Rath
Ines Rath / 15.06.2016, 06:48 Uhr
Lebus (MOZ) Am Donnerstag sollen die Stadtverordneten einen neuen ehrenamtlichen Bürgermeister für Lebus wählen. Bewerbungen sind bis zum Beginn der Wahl möglich. Bislang gibt es fünf Bewerber. MOZ stellt sie vor. Heute: Detlev Frye.

Fünf Tage vor der anstehenden Wahl hat die Fraktion "Bürgerallianz-CDU-AfD" der Stadtverordnetenversammlung den 51-jährigen AfD-Abgeordneten Detlev Frye nominiert. Fraktionsvorsitzende Monika Fritz hält den "Profi in Sachen Öffentlichkeitsarbeit" für gut geeignet. Denn in dem Bereich hapere es in der Stadt. Detlev Frye hat viele Jahre als freier Journalist für den privaten und öffentlich-rechtlichen Rundfunk gearbeitet.

Der gebürtige Berliner lebt seit sieben Jahren in Lebus. 2013 hat Frye der CDU den Rücken gekehrt und ist Mitglied der Alternative für Deutschland geworden. Seit 2014 ist er nicht nur Lebuser Stadtverordneter, sondern sitzt für die AfD auch im Kreistag.

Nach dem Einzug der AfD in den Landtag leitete er die Pressestelle der Landtagsfraktion. Heute ist Detlev Frye Wahlkreismitarbeiter im Seelower Büro des AfD-Landtagsabgeordneten Franz Wiese. Würde er gewählt, wäre Frye der erste AfD-Bürgermeister in Deutschland.

Verändern wolle er in Lebus "nicht viel". Denn es laufe im Grunde gut: Die Einwohnerzahl steige, Bauland werde schon knapp, Kita und Schule sind gut ausgelastet. Aber mit der Wirtschaft würde der Bewerber enger zusammenarbeiten, einen Mittelstands-Stammtisch ins Leben rufen.

Die Feste in der Stadt liegen Detlev Frye besonders am Herzen. "Wir wollen mehr Touristen. Und Touristen brauchen Feste. Über die wird berichtet. Dann kommen Leute und lassen Geld da. Wir müssen für das Adonisröschen werben und wieder ein Fliederblütenfest feiern. Das war eine tolle Tradition", so der Bewerber. Leider sei sie eingeschlafen. Als Bürgermeister werde er mit vielen engagierten Lebusern zusammen ab dem nächsten Jahr wieder ein Fliederblütenfest auf die Beine stellen.

Und: Er werde als Bürgermeister gemeinsam mit den Stadtverordneten handeln und nicht gegen sie, wie das in der Vergangenheit nach Fryes Meinung zu oft der Fall war, so der Bewerber.

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Ignaz Koslowski 15.06.2016 - 11:26:04

Lebus

Die Lebuser sollten angesichts ihrer wirtschaftlich prekären Lage erst mal feste arbeiten, statt Feste zu feiern. Ein Bürgermeister-Kandidat, der das Feiern als Erstes nennt, was sein politisches Ziel ist, ist aus meiner Sicht völlig ungeeignet. Man könnte es auch so formulieren, daß Herr Frye den Wählern einen duftenden Schinken vor die Nase hält, damit sie ihn erst einmal wählen. Die Frage ist nur, wer diesen Schinken bezahlen soll und was man dafür an anderer Stelle einsparen will, um die für Feste nötigen Gelder freizusetzen.

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