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Bahn meldet weiterhin Störungen im Zugverkehr / Trauer um vier Todesopfer in Brandenburg

Großes Aufräumen nach dem Sturm

MOZ/dpa / 06.10.2017, 20:57 Uhr
Frankfurt(Oder) (MOZ/dpa) Nach dem schweren Unwetter am Donnerstag haben in Brandenburg die Aufräumarbeiten begonnen. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) sagte am Freitag, eine Koordinierungsgruppe solle die Aufräumarbeiten unterstützen. Am Freitag korrigierte die Polizei die Zahl der Todesopfer in Brandenburg auf vier Menschen.

Stunden nachdem das Sturmtief "Xavier" über das Land gefegt war, waren Polizei und Feuerwehr weiter im Dauereinsatz. Während Fahrbahnen und Schienen überwiegend schnell geräumt werden konnten, lagen am Rand vieler Straßen noch Unmengen an abgebrochenen Ästen. Die Polizei berichtete auch von ausgebrochenen Kühen, freilaufenden Schafen und beschädigten Wildzäunen. Die Arbeiten zur Beseitigung der Schäden sollen noch Tage andauern. Eine Schätzung der Kosten war laut Innenministerium zunächst nicht möglich.

Große Probleme gab es am Freitag weiterhin für Pendler. Ein Sprecher der Bahn sagte am Vormittag, wer auf den Regionalverkehr angewiesen sei, solle besser auf andere Verkehrsmittel umsteigen. "Das ganze Netz in der Region ist massiv eingeschränkt. Wir haben zahlreiche Bäume auf den Gleisen, beschädigte Oberleitungen und abgeknickte Fahrmasten." Die Reparaturen würden voraussichtlich den ganzen Tag dauern. Fahrgäste sollen sich der Bahn zufolge über die Webseite des Unternehmens informieren, ob ihre Züge fahren.

Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) warnte unterdessen vor weiteren Schäden. Äste von Bäumen könnten noch herabstürzen. Rehe und anderes Wild könnte zudem wegen umgestürzter Wildzäune ungehindert über die Fahrbahnen wechseln. Landesweit seien Straßenwärter dabei, Warnschilder aufzustellen und Zäune wieder aufzurichten. Angesichts der erheblichen Schäden sollen die Aufräumarbeiten mehrere Tage dauern. Mit Straßensperrungen aus Verkehrssicherheitsgründen sei auch am Wochenende zu rechnen.

Zahlreiche Landespolitiker hatten bestürzt auf die Toten, Verletzten und Schäden reagiert. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und den Angehörigen", erklärte Regierungschef Dietmar Woidke (SPD). "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Opfern und ihren Angehörigen", sagte Oppositionsführer Ingo Senftleben (CDU). Beide dankten den Einsatzkräften und freiwilligen Helfern.

Videos und Bilder: www.moz.de/unwetter

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