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Neuer Rekord in puncto Internationalität

Viadrina-Studenten jetzt aus 103 Ländern

Dietrich Schröder / 07.10.2017, 08:43 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Mit Studierenden aus 103 Ländern geht die Frankfurter Europa-Universität ins Wintersemester - ein neuer Rekord, wie der Präsident der Viadrina, Alexander Wöll, am Freitag auf einer Pressekonferenz feststellte. Als neue Herkunftsländer der internationalen Studierenden, die in Frankfurt nicht immer ihr ganzes Studium, aber meist ein oder zwei Semester verbringen, seien etwa Trinidad und Myanmar hinzugekommen.

Erfreut zeigte sich Wöll auch darüber, dass sich 1321 Studierende neu eingeschrieben haben. Dies sei angesichts der demographischen Entwicklung "eine erfreuliche Konstanz".

Die Gesamtzahl der Studierenden liegt jetzt bei genau 6241. Der diesbezügliche Rekord war bereits vor fünf Jahren aufgestellt worden, als es noch knapp 500 Studierende mehr an der Oder gab.

Jeder vierte Studierende kommt aus dem Ausland, die meisten traditionell aus Polen (450), gefolgt von der Türkei (112) und der Ukraine (90). "Mit einem Ausländeranteil von 25 Prozent gehören wir zu den internationalsten deutschen Hochschulen", hob der Präsident hervor. Auch die Tatsache, dass 70 Prozent aller deutschen Viadrina-Studierenden ein oder zwei Semester ihres Studiums im Ausland verbringen, liege weit über dem deutschen Durchschnittswert von 30 Prozent. "Die politischen Veränderungen in der Türkei zeigen allerdings ihre Folgen", hob Wöll hervor. Der von Staatspräsident Erdogan verfolgte Kurs gegenüber Ausländern habe dazu geführt, dass die Türkei in der Beliebtheits-Rangliste für Auslandssemester auf Platz vier zurückgefallen sei - hinter Frankreich, Spanien und Polen.

Die deutschlandkritische Politik der aktuellen polnischen Regierung hingegen zeige noch keine Wirkung. "Das hängt auch damit zusammen, dass die Hochschulen in Polen eine weitgehende Autonomie besitzen", erklärte Wöll. Allerdings hat die Warschauer Regierung kürzlich den Entwurf eines neuen Hochschulgesetzes vorgelegt, der eine stärkere Zentralisierung zum Ziel hat. Stark zurückgegangen ist bereits in den vergangenen Jahren die Zahl der Studierenden am Collegium Polonicum in Slubice, das von der Viadrina gemeinsam mit der Adam-Mickiewicz-Universität in Posen betrieben wird.

Ein völlig neuer, und auf Anhieb sehr gefragter Studiengang an der Viadrina ist der kombinierte Bachelor "Recht und Politik". Für die 50 vorhandenen Studienplätze gab es rund 300 Bewerbungen.

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