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Polizei nimmt 33 Diebe fest

Polnische und deutsche Polizisten  in der Polizeiinspektion Ost in Frankfurt (Oder)
Polnische und deutsche Polizisten in der Polizeiinspektion Ost in Frankfurt (Oder) © Foto: dpa
Mathias Hausding / 12.10.2017, 18:45 Uhr - Aktualisiert 12.10.2017, 20:13
Frankfurt (Oder) (MOZ) Motorräder, Baumaschinen, Winterjacken – in einer gemeinsamen Aktion haben Polizei, Zoll und Staatsanwaltschaft in großem Umfang Diebesgut sichergestellt. Jeweils 800 Beamte waren dafür in den vergangenen drei Tagen in Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern unterwegs.Dienstag früh ging es unter großer Geheimhaltung los. Um 7 Uhr kontrollierten die Beamten in Küstrin-Kietz einen Kleintransporter – und fanden auf der Ladefläche zwei gestohlene Motorräder. Festnahme. Zwei Stunden später wurde in Frankfurt (Oder) ein 24 Jahre alter Kleinlastfahrer herausgewunken. Er hatte 170 geklaute Fernseher an Bord. Festnahme.

In dem Rhythmus lief es weiter bis Donnerstag. Kurz bevor die Polizei um 11 Uhr auf dem Rastplatz Kersdorfer See öffentlich Bilanz zog, ging den Beamten noch ein junger Pole ins Netz, der behauptete, „Lumpen“ geladen zu haben, die sich als nagelneue Winterjacken entpuppten. 64 Kisten, entwendet von einem Lastwagen mittels Planenschlitzen an der A 2 bei Braunschweig. Auch für diesen 25-Jährigen hieß es: Festnahme.

Von Görlitz bis zur Insel Rügen – noch nie habe man eine solch große Aktion gegen die grenzüberschreitende Kriminalität gestartet, fasste Brandenburgs Polizeisprecher Torsten Herbst zusammen. Auch polnische Polizisten sowie Ermittler von Europol waren an Bord. Fast 8000 Fahrzeuge und mehr als 9000 Personen wurden in den drei Tagen an Oder und Neiße kontrolliert, 33 Menschen festgenommen und 87 Straftaten erfasst. Sogar in Dänemark gestohlene Fahrräder wurden auf einem Laster entdeckt.

Mit Unterstützung von täglich zwei Einsatzhundertschaften der Brandenburger Bereitschaftspolizei wurden laut Herbst stationäre Kontrollstellen auf Zufahrtsstraßen zu den Grenzübergängen eingerichtet, um Autofahrer zu kontrollieren und die üblichen Routen für Diebesgut zu überwachen. Auch Beamte in zivil waren an der Grenze unterwegs.

Der Brandenburger Polizeisprecher betonte, dass man mit der konzertierten Aktion gleich mehrere Botschaften vermitteln wollte. „Die Bürger sollen sehen: Wir tun etwas – und zwar im Verbund mit vielen Behörden.“ Außerdem sende man ein Signal an die Täter: „Ihr könnt euch nicht sicher fühlen.“Den Einwand, dass der Großeinsatz nun vorbei sei und das auch die Diebe für mögliche künftige Touren wüssten, ließ Herbst nicht gelten. „Das war keine Eintagsfliege. Wir machen immer wieder große Kontrollen.

Und sind sowieso 24 Stunden am Tag im Kampf gegen Kriminelle im Einsatz.“ Freilich zeige der Umfang der Aktion, dass so etwas nicht jeden Tag möglich sei. „Täglich 800 Polizisten an die Grenze zu stellen, ist illusorisch. Es gibt noch andere Dinge zu tun.“Zu bedenken sei auch, dass die jetzigen Kontrollen auf der ohnehin stark frequentierten A 12 zu Staus geführt haben, inklusive eines daraus resultierenden schweren Auffahrunfalls am Mittwoch. Die Fahrbahn wurde auf eine Spur verengt, um die Wagen herauswinken zu können. „Wer standardmäßig strenge Kontrollen an der Grenze zu Polen fordert, sollte wissen, dass wir dann wohl einen Stau bis Berlin hätten“, argumentierte Herbst.

Bei länderübergreifenden Kontrollen an der polnischen Grenze hat die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen 33 mutmaßliche Straftäter festgenommen.
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Erfolgreiche Grenzkontrollen

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