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Land entlastet Waldbesitzer

Das Umweltministerium geht davon aus, dass Sturm "Xavier" in der vergangenen Woche in Brandenburgs Wäldern bis zu zwei Millionen Bäume umgeworfen hat.
Das Umweltministerium geht davon aus, dass Sturm "Xavier" in der vergangenen Woche in Brandenburgs Wäldern bis zu zwei Millionen Bäume umgeworfen hat. © Foto: dpa
Harriet Stürmer / 13.10.2017, 07:45 Uhr
Potsdam (MOZ) Brandenburger Waldbesitzer, die durch das Sturmtief "Xavier" Schäden an Bäumen beklagen und nun zwangsweise Holzeinschläge vornehmen müssen, können steuerliche Erleichterungen in Anspruch nehmen. Darauf hat Finanzminister Christian Görke (Linke) am Donnerstag hingewiesen. Für solche außerordentlichen Holznutzungen - auch Kalamitätsnutzungen genannt - gelte ein ermäßigter Einkommensteuersatz, teilte der Minister mit.

"Holzeinschläge, die durch unvorhersehbare Ereignisse vorgenommen werden müssen, führen zu höheren Gewinnen. Diese hätten sich normalerweise auf mehrere Wirtschaftsjahre verteilt. Da die Gewinne nun gebündelt auftreten, sieht das Gesetz zur Milderung der damit verbundenen hohen Steuerbelastung eine geringere Einkommensteuer vor", erläuterte Görke. Voraussetzung sei allerdings, dass die Schäden vor Beginn ihrer Aufarbeitung dem zuständigen Finanzamt mitgeteilt werden.

Das Umweltministerium geht davon aus, dass Sturm "Xavier" in der vergangenen Woche in Brandenburgs Wäldern bis zu zwei Millionen Bäume umgeworfen hat. Das entspreche etwa einer Million Festmeter Holz und fast einem Viertel der Menge Holz, die dort durchschnittlich pro Jahr geschlagen werde. Diese Holzmenge habe einen Wert von etwa 48 Millionen Euro.

Andere Experten befürchten, dass weitaus mehr Bäume beschädigt wurden. Eine genaue Bilanz wird in einigen Wochen erwartet. Indes rät das Umweltministerium weiter von Waldbesuchen ab, weil immer noch Bäume umstürzen könnten. (Mit Adleraugen)

Vordrucke im Internet: www.finanzamt.brandenburg.de

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