Frankfurt (Oder) (moz) Das Großprojekt Uckermärkische Seen ist am Freitag vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) zum Naturschutzprojekt des Monats gekürt worden. Der Projektträger Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft e.V. erhielt die Auszeichnung für die „hervorragende Naturausstattung“ der Region, zu der mehr als 170 natürliche Seen zählen.
Das gekürte Projekt ist Teil des Bundesförderprogramms „chance natur“, mit der ausgewählte Naturräume für den Naturschutz gesichert werden sollen. Im Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt stellt das BfN jeden Monat ein Projekt des Monats vor. Die Uckermärkischen Seen erhielten den Titel für den Monat Juli.
Das Großschutzprojekt läuft seit 1996 und ist das flächenmäßig größte im Bundesgebiet. Der Verein Feldberg-Uckermärkische Seenlandschaft hat seit Projektbeginn 5400 Hektar schutzwürdige Flächen zwischen Fürstenberg, Prenzlau und Templin erworben und dort insgesamt rund 150 Maßnahmen zur Moorrevitalisierung und Wasserrückhaltung auf den Weg gebracht. Weitere Ziele sind der Erhalt der Artenvielfalt und die Wiederherstellung von Mischwäldern. Insgesamt 21 Millionen Euro sind verplant, von denen der Bund 16 Millionen Euro und das Land vier Millionen Euro tragen. Der Rest stammt aus Eigenmitteln des Fördervereins.
Der Projektleiter vom Förderverein, Rüdiger Mauersberger, sieht sich mit der Auszeichnung bestätigt: „Dies ist eines der erfolgreichsten Naturschutzprojekte bundesweit“. Als Erfolgsrezept benennt er eine enge Zusammenarbeit mit Behörden und anderen Initiativen. „Wir hatten das Glück, dass wir viele Akteure bündeln konnten.“ Dazu gehörten unter anderem die Naturparkverwaltung und der Naturschutzverband WWF.
Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack freute sich über die Prämierung des Seen-Projektes. Damit „werden die regionalen Aktivitäten zum Erhalt der Artenvielfalt einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht“, ließ Tack mitteilen.
Ende des Jahres läuft das Programm aus. Wie es danach weitergehen soll, konnten am Freitag weder das Tack-Ministerium noch der Projektträger beantworten.
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