Potsdam (DDP) Brandenburgs Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) hat Befürchtungen zurückgewiesen, die Alleen in Brandenburg seien gefährdet. Im RBB-Inforadio sagte er am Donnerstag, Alleen seien „ein Schatz“, der erhalten werde. Mindestens 5000 Bäume würden pro Jahr neu gepflanzt.
„Wir haben in der Bilanz 2001 bis 2009 mehr Bäume gepflanzt, als gefällt werden mussten“, sagte Vogelsänger. Gefällt würden Bäume nicht „aus Freude“: „Ein Baum hat eben auch eine Lebensdauer von 70 bis 90 Jahren und deshalb muss natürlich auch entsprechend für Ersatz gesorgt werden.“ Die Alleen-Konzeption sei ein Erfolg und werde fortgesetzt.
Die von Umweltverbänden organisierte Volksinitiative „Rettet Brandenburgs Alleen!“will mehr als 23 000 Unterschriften an den Landtag übergeben. Die Volksinitiative war vor knapp einem Jahr gestartet worden. Nach Ansicht der Umweltverbände sind die Brandenburger Alleen in akuter Gefahr.
Die Alleenkonzeption schränkt dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zufolge die Nachpflanzung von neuen Bäumen so stark ein, dass in den nächsten 20 Jahren rund 100 000 Alleebäume an Bundes- und Landesstraßen ohne Ersatz verschwinden würden. Das entspreche etwa einem Drittel des Gesamtbestands. Mit der Volksinitiative soll bewirkt werden, dass der heutige Alleenbestand erhalten wird.
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