Brück (DDP) 15 Lämmer sind auf einer Weide bei Brück (Brandenburg) vermutlich durch einen Wolf getötet worden. „Obwohl das Rissbild an Alt- und Jungtieren nicht einheitlich ist, kann der Wolf als Verursacher nicht ausgeschlossen werden“, sagte Doris Lorenz vom Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz der „Märkischen Allgemeinen“. Lorenz zufolge ist dies das erste Vorkommnis dieser Art in der Gegend.
Der darf das: Dieser Wolf lebt in einem Gehege im Wildpark Schorfheide (Barnim) - und muss für seine Mahlzeiten nicht extra auf die Jagd gehen.
In der Nacht zum 11. August wurden dem Blatt zufolge neben den 15 getöteten Lämmern 20 weitere Tiere schwer verletzt. Zwei Kadaver wurden daraufhin zur Untersuchung in ein Speziallabor gebracht. Damit sollte geklärt werden, ob womöglich streunende Hunde die Tiere gerissen haben können.
Begünstigt worden sei der Angriff, „weil ein kleiner Teil der Koppel nicht eingezäunt war“, sagte Lorenz. Das Landesumweltamt rät den Nutztierhaltern in der Region, sich stärker auf Wölfe einzustellen.
In Brandenburg hatte sich im Jahr 2007 in der Zschornoer Heide im Südosten des Landes wieder ein Wolfspaar angesiedelt. Heute leben die streng geschützten Tiere nach Angaben des Umweltministeriums in sieben Regionen des Bundeslandes, meist auf Truppenübungsplätzen oder in früheren Tagebauen. Rund 60 Wölfe leben nach Angaben des Landesumweltamtes derzeit in Deutschland. Die Tendenz ist steigend.
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