Schwedt (moz) Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat seine differenzierte Sicht auf die deutsche Vereinigung seit 1990 erneuert. Anlässlich eines Konzerts in Schwedt sagte er am Mittwoch Abend, die Einführung der D-Mark und die vollen Einkaufsregale nach Jahrzehnten der Mangelwirtschaft seien ein Segen gewesen. Auch für sanierte historische Stadtkerne, Nationalparks, saubere Flüsse und Seen sei er heute sehr dankbar. Aber es seien seit 1990 auch Fehler passiert, die bis heute nachwirkten.
Zu diesen Fehlern zählte Platzeck das Tempo der „Abwicklung“ Hunderter Betriebe und LPGen. Selbst bei positiven Beispielen wie dem PCK in Schwedt seien Massenentlassungen nicht ausgeblieben. Auch dass die Ostdeutschen um die Anerkennung von Kindergärten, Polikliniken oder das Ampelmännchen so hart ringen mussten, sei unnötig gewesen.
Der Solidarpakt sei gut, der Aufbau Ost vorangegangen. Aber, so Platzeck, „die Mission ist noch nicht zu Ende“.
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