Potsdam (moz) Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger will das Mobilitätsticket dauerhaft in Brandenburg einführen. Diese Absicht hat der Minister am Donnerstag dem Infrastrukturausschuss des Landtages mitgeteilt. Pro Jahr sollen rund 2,5 Millionen Euro dafür bereitgestellt werden. „Der Probelauf hat gezeigt, dass das Ticket angenommen wird und die Mobilität gerade von Menschen mit geringen Einkommen verbessert“, sagte der Minister.
Derzeit kaufen rund 8500 Menschen jeden Monat solch ein Ticket. „Wir wollen das Angebot zur Dauereinrichtung machen“, so Vogelsänger weiter. Das entspreche auch dem Koalitionsvertrag, der eine Fortführung des Mobilitätstickets über das Jahr 2010 hinaus vorsieht. Abschließend entscheidet der Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB.
Das Land fördert seit dem 1. September 2008 die Mobilität von Menschen mit geringen Einkommen durch ein bis zum Jahresende 2010 befristetes Tarifangebot einer Monatskarte für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Das Angebot soll ab 2011 auch erweitert werden: Das Ticket wird dann auch in den 35 Städten gelten, die einen eigenen Stadtlinienverkehr haben, zum Beispiel Eberswalde, Bernau, Oranienburg, Kyritz, Teltow, Kleinmachnow, Stahnsdorf, Guben, Forst, Spremberg, Angermünde, Prenzlau, Schwedt und andere.
Die den Verkehrsunternehmen dadurch entstehenden Einnahmeausfälle werden durch das Land ausgeglichen, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Der Preis für das Mobilitätsticket Brandenburg beträgt grundsätzlich 50 Prozent des Preises für das reguläre Monatsticket der entsprechenden Tarifstufe.
Für die Zeit von September 2008 bis Dezember 2009 wurden insgesamt 98 162 Tickets mit einem Zuschussbedarf von 2,2 Millionen verkauft. Der Verkauf steigerte sich von rund 4000 Tickets in den Anfangsmonaten und erreichte im Herbst 2009 einen Höchststand von rund 8000 Tickets. Diese Steigerung entspricht den in der Kalkulation zur Einführung des Mobilitätstickets gemachten Einschätzungen.
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