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03.09.2010 11:54 Uhr - Aktualisiert 03.09.2010 16:41 Uhr

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Brandenburg entwickelt sich am dynamischsten

Potsdam (DPA) Das Land Brandenburg belegt bei einem bundesweiten Ranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft in puncto Dynamik den ersten Platz. Arbeitsmarkt, Soziales, Wirtschaft und Wohlstand - kein anderes Land habe sich von 2006 bis 2009 so positiv entwickelt wie Brandenburg, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der unternehmensnahen Initiative und der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ vom Freitag. „Matthias Platzeck (SPD) ist damit Ministerpräsident des Jahres 2010.“

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  © bundeslaenderranking.de

Absolut gesehen erreicht Brandenburg bei Wirtschaftskraft und Wohlstand unter den 16 Ländern allerdings nur den zwölften Platz. Die Wissenschaftler haben den Angaben zufolge bei der Studie 100 Indikatoren wie Bruttoinlandsprodukt, Kaufkraft, Kitabetreuungs- und auch Investitionsquote berücksichtigt.

Dynamiksieger Brandenburg punktet etwa mit soliden Landesfinanzen und überdurchschnittlichen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit sei stark gesunken, die Zahl der Studenten habe sich erhöht. Weniger gut schneidet das Land dagegen bei der Aufklärung von Straftaten und der Anmeldung von Patenten ab.

Bei der Kategorie „Bestandsranking“ werden als Stärken gesehen: Arbeitsplatzversorgung, öffentliche Investitionsquote und die durchschnittlichen Arbeitskosten der Unternehmen pro Beschäftigtem. Als Schwächen werden genannt: die niedrige Exportquote, ein bundesweit nicht hohes Bruttoinlandsprodukt sowie die Zahl von 9,5 Prozent der Schulabgänger ohne Abschluss.

„Dynamisch betrachtet steht Brandenburg an der Spitze der neuen Länder, die ­ wie schon 2009 ­ das Dynamik-Ranking anführen“, heißt es in der Mitteilung. Dies sei auch ein Indiz dafür, dass 20 Jahre nach deutschen Einheit die Wirtschaft in Ostdeutschland Fuß gefasst habe. Nach Bayern und Baden-Württemberg würde Brandenburg die drittbeste Arbeitsplatzversorgung bieten: „71,7 Prozent aller Erwerbsfähigen haben dort einen sozialversicherungspflichtigen Job. Bundesschnitt: 70,2 Prozent.“

Zudem hat die Mark nach Einschätzung der Wissenschaftler mit Potsdam eine der beiden Boomstädte Ostdeutschlands - wegen einer starken Universität und vielen Instituten. Als andere Boomstadt wird Jena genannt. Brandenburg profitiert aber auch von seiner Nähe zum wirtschaftlich aufstrebenden Berlin.

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