Berlin/Cottbus (DPA) Die Erdölsuche im Süden Brandenburgs soll im Oktober fortgesetzt werden. Dann starte ein weiteres Messprogramm mit Schallwellen in der Niederlausitz, kündigte das in Berlin ansässige deutsch-kanadische Unternehmen Central European Petroleum GmbH (CEP) am Freitag an. Die unterirdischen Erkundungen würden in einem schmalen Korridor zwischen Goyatz am Schwielochsee (Dahme-Spreewald) und Drewitz (Spree-Neiße) ausgeführt. Zuvor werde dort noch ein 30 Kilometer langer Abschnitt nach Munition abgesucht. Auf 90 Kilometer sei das bereits im vergangenen Jahr geschehen. Dabei wurden 4,3 Tonnen Munition gefunden und entsorgt.
Nach Auswertung der neuen Messdaten solle im kommenden Jahr über Probebohrungen entschieden werden. Eine erste Messreihe war Ende 2009 beendet worden. Doch die gewonnenen Ergebnisse reichten nicht aus, um das Risiko einer Fehlbohrung auszuschließen. In Brandenburg wird Erdöl derzeit nur noch bei Küstrin-Kietz (Märkisch-Oderland) gefördert, jährlich etwa 20 000 Tonnen. Wegen des gestiegenen Preises für den Rohstoff hofft das kleine Unternehmen CEP, auch in wenig ertragreichen Feldern wirtschaftlich Öl fördern zu können. Unterirdische Erkundungen der Firma laufen auch in Mecklenburg-Vorpommern.
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