Halbe (DPA) Russische Soldaten haben der Einbettung von 45 im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten auf der Kriegsgräberstätte Halbe (Dahme-Spreewald) beigewohnt. Während einer zwölftägigen Reise durch Berlin und Brandenburg wollen sie nach Angaben der Deutschen Kriegsgräberfürsorge die Ruhestätten gefallener russischer und deutscher Soldaten pflegen.
Russische Soldaten haben der Einbettung von 45 im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten auf der Kriegsgräberstätte Halbe beigewohnt.
Der Besuch führte die Soldaten auch auf die Baustelle der Erdgasleitung OPAL bei Baruth (Teltow-Fläming), teilte die Wingas mit, deren Tochter OPAL NEL Transport die Leitung betreiben wird. Die Pipeline führe durch den ehemaligen Kessel von Halbe in dem während des Kriegws Zehntausende Soldaten gefallen sind.
Die Deutsche Kriegsgräberfürsorge hatte darauf gehofft, bei den Bauarbeiten zahlreiche Gebeine von Kriegsopfern bergen zu können. Bislang wurden aber nur drei gefallene Soldaten gefunden, sagte Sprecher Fritz Kirchmeier. Grund seien möglicherweise vor Jahren erfolgte Grabungen beim Verlegen einer Erdölleitung, bei denen die meisten Gebeine bereits entdeckt worden seien.
Die russische Delegation aus der Nähe von Sankt Petersburg werden bei der Reise auch an der Einbettung Gefallener auf dem russischen Soldatenfriedhof Lebus (Märkische-Oderland) teilnehmen. Seit 2007 treffen sich regelmäßig deutsche und russische Soldaten zu gemeinsamen Arbeitseinsätzen. Zuletzt setzten sie Ende Juli die russische Gedenkstätte auf den Sinjawino-Höhen instand. Außerdem wurden deutsche Gefallene auf einem Soldatenfriedhof bei Sankt Petersburg eingebettet.
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