Frankfurt (Oder) (DPA) Das Thema Hochwasser lässt die Menschen im Süden und Osten Brandenburgs nicht los. Es wird damit gerechnet, dass an diesem Freitag am Pegel Stützkow an der Oder die Richtwerte der niedrigsten Alarmstufe 1 erreicht werden, wie der Präsident des Landesumweltamtes, Matthias Freude, am Mittwoch sagte. Dasselbe gelte auch für Ratzdorf. Ob allerdings auch tatsächlich die Hochwasseralarmstufe 1 ausgerufen wird, sei ungewiss.
Das Hochwasser der vergangenen Wochen hatte im Land zu teilweise sehr hohen Grundwasserspiegeln geführt. Daher wurden bereits in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz) etwa 300 Keller überflutet. Das Wasser in der Spree und in der Schwarzen Elster drücke nach rechts und links, erläuterte Freude. Dass dort Hochwasseralarmstufen ausgerufen würden, sei für die kommenden Tage aber nicht zu erwarten.
Die Flüsse seien im Vergleich zu den Vorjahren viel mehr und länger gefüllt. Durch die Talsperre Spremberg werden Freude zufolge derzeit 34 Kubikmeter Wasser pro Sekunden geleitet. Normalerweise seien es sonst nur acht bis zehn Kubikmeter pro Sekunde. „Die Talsperren im sächsischen Bautzen und Quitzdorf sind ziemlich voll. Deshalb entlasten wir sie und haben natürlich auch mehr Wasser.“
Auch im Oderbruch steht das Wasser noch immer auf den Äckern.
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