Für Dienstag waren Prüfungen in Mathematik geplant. Am Donnerstag stehen die Prüfungen im Fach Deutsch an. Vorsorglich hat das Bildungsministerium schon Ersatztermine im Juni für die Examen angesetzt.
Nach Angaben des Bildungsministeriums nutzen in Brandenburg mehr als 90 000 Schüler öffentliche Verkehrsmittel für den Schulweg. Wie viele vom Streik betroffen sind, kann das Ministerium nicht exakt sagen, da sich nicht alle Verkehrsbetriebe am Ausstand beteiligen und einige Schüler auch die Bahn nutzen. Bildungsminister Günter Baaske (SPD) hatte sich in den vergangenen Tagen in Gesprächen mit beiden Parteien vergeblich um eine Abmilderung der Streikfolgen für die Schüler bemüht.
Beim Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Brandenburg ist man zumindest froh, seit Beginn der Streikaktivitäten am Montag einen Notverkehr aufrechterhalten zu können. "Wir hoffen, dass dadurch alle Abiturienten pünktlich den Prüfungsort erreicht haben", sagt KAV-Verbandsgeschäftsführer Klaus Klapproth am Dienstag. Wie viele Schüler durch den Streik im Nahverkehr an der Teilnahme gehindert wurden, konnte Florian Engels, Sprecher des Bildungsministeriums, am Dienstag nicht sagen. "Wir haben da keinen Rücklauf."
Für Bernd Wölfel, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Bus, ist der Streik "zum Zeitpunkt der schriftlichen Abiturprüfungen an Rücksichtslosigkeit kaum zu überbieten." DB Regio bedient Buslinien in den Kreisen Märkisch-Oderland sowie Oder-Spree und ist ab heute vom Streik betroffen.