Die meisten Bewerber bietet die Stadt Jüterbog (Teltow-Fläming) auf, wo sechs Kandidaten den Bürgermeisterstuhl erobern wollen. In Schorfheide (Barnim), Röderland (Elber-Elster), Ketzin (Havelland) und Fehrbellin (Ostprignitz-Ruppin) ist dagegen nur ein Bewerber aufgestellt worden.
57 Bewerber sind von Parteien nominiert worden. Die meisten – 19 – schickt Küpper zufolge die SPD ins Rennen. 16 stammen aus den Reihen der CDU, elf von der Linken, vier gehören der FDP an. Von Wählergruppen wurden 17 Kandidaten aufgestellt und sechs von Listenvereinigungen. Mit ihrem eigenen Namen wollen 30 Frauen und Männer punkten. Der jüngste Bewerber ist der 27-jährige Felix Menzel, der für die SPD in Milower Land (Havelland) antreten wird.
Die Bürgermeisterwahlen werden von den jeweiligen kommunalen Wahlleitern organisiert. Der Landeswahlleiter informiert im Internet unter www.wahlen.brandenburg.de über sämtliche Bewerber in den einzelnen Städten und Gemeinden, über die örtlichen Wahlleiter und die gesetzlichen Grundlagen der Bürgermeisterwahlen.
In Brandenburg/Havel tritt Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) erneut an. Sie kandidiert gegen vier weitere Bewerber: Norbert Langerwisch (SPD), Alfredo Förster (Linke), Martina Marx (B90/Grüne) und Sven Weller von der Piratenpartei.
Schon im Vorfeld hatte in Brandenburg/Havel die Kandidatur des ehemaligen Polizeichefs und Bürgermeisters Norbert Langerwisch für Schlagzeilen gesorgt. Die SPD hatte ihn im März erneut nominiert, nachdem er 2003 bei der Wahl gegen die jetzige Amtsinhaberin unterlegen war. Seine Kandidatur ist nicht unumstritten: In einer Affäre hatte er Kontakte zu einem mutmaßlichen Drogendealer zugegeben, was vor sechs Jahren zu seiner Abwahl durch die Stadtverordnetenversammlung geführt hat. Langerwisch hatte sich 2001 als höchster Kriminalbeamter des alten Polizeipräsidiums Potsdam zu einem Wechsel in die Politik entschlossen. Nach seiner Abwahl klagte er sich jedoch zurück in den Polizeidienst.