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21.04.2017 06:38 Uhr - Aktualisiert 21.04.2017 09:52 Uhr

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Festnahme nach Anschlag auf BVB-Mannschaftsbus

Berlin (dpa) Nach dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund hat die Polizei am Freitagmorgen in Freudenstadt, Tübingen einen 28 Jahre alten Deutsch-Russen als Tatverdächtigen festgenommen. Laut Mitteilung der Bundesanwaltschaft geht es wahrscheinlich um Aktienspekulationen im Zusammenhang mit der BVB-Aktie. Einen extremistischen Hintergrund scheint es demzufolge nicht zu geben. Laut "Bild.de" suchen Beamte außerdem zwei Komplizen des 28-Jährigen. Die beiden sollen den Angaben zufolge einen Leihwagenabgeholt haben - in dem dann möglicherweise die Sprengsätze nach Dortmund gebracht worden seien. Eine Polizeisprecherin bestätigte der dpa, dass es am Freitagmorgen Einsätze in den baden-württembergischen Städten Tübingen und Rottenburg am Neckar gab.

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Der Mannschaftsbus von Borussia Dortmund kurz nach dem Anschlag.

© Marcel Kusch/dpa

Dem Verdächtigen 28-Jährigen wird von der Bundesanwaltschaft versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Die Bundesanwaltschaft wollte um 12.30 Uhr über den Stand der Ermittlungen informieren.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur liefen am Morgen Polizeiaktionen gegen insgesamt vier unterschiedliche Objekte in Baden-Württemberg.

Laut Bundesanwaltschaft hat der Beschuldigte am 11. April - dem Tag des Anschlags gegen den BVB-Bus mit zwei Verletzten - 15 000 Verkaufsoptionen in Bezug auf die BVB-Aktie erworben. Die Papiere hätten eine Laufzeit bis zum 17. Juni. Der Kauf wurde demnach über einen Online-Anschluss des Mannschaftshotels abgewickelt, von dem aus der Bus mit den Spieler unmittelbar vor dem Anschlag zum Champions League-Hinspiel gegen den AS Monaco abgefahren war. Das Spiel war dann wegen des Anschlags abgesagt worden.

Der Käufer spekulierte laut GBA auf fallende Kurse - die Höhe des Gewinns hänge von der Höhe des Kursverlustes ab. Mit einem erheblichen Kursverfall wäre zu rechnen gewesen, wenn wegen des Anschlags Spieler schwer verletzt oder sogar getötet worden wären. Der Verdächtige sei wie die Mannschaft Gast im Mannschaftshotel gewesen und habe dort bereits am 9. April ein Zimmer im Dachgeschoss mit Blick auf den späteren Anschlagsort bezogen.

 Die Aktien von Borussia Dortmund haben sich am Freitag im frühen Handel um 2 Prozent erholt. Nach dem Sprengstoffanschlag auf den Mannschaftsbus in der Vorwoche hatte die Polizei am Morgen einen Tatverdächtigen festgenommen. Er habe mit seiner Tat einen Kursrutsch auslösen und sich daran bereichern wollen, hieß es.

Am ersten Handelstag nach dem Anschlag war die Aktie zunächst etwas abgerutscht, schloss letztlich aber 1,7 Prozent im Plus. Viel wichtiger für den Kursverlauf waren die sportlichen Leistungen: Am Vortag war die Aktie nach dem endgültigen Aus im Viertelfinale der Champions League um rund 3,5 Prozent gefallen.

Die Aktien von Borussia Dortmund haben sich am Freitag im frühen Handel um 2 Prozent erholt. Viel wichtiger für den Kursverlauf waren die sportlichen Leistungen: Am Vortag war die Aktie nach dem endgültigen Aus im Viertelfinale der Champions League um rund 3,5 Prozent gefallen.

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