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2,8 Millionen Beschäftigte haben befristeten Job

21.04.2017, 08:11 Uhr
Berlin (dpa) Rund 2,8 Millionen Menschen in Deutschland haben nach Auskunft der Bundesregierung einen befristeten Job. Vor allem Frauen und junge Menschen arbeiten demnach mit befristeten Verträgen. Während 7,6 Prozent der weiblichen Beschäftigten einen Arbeitsvertrag auf Zeit haben, sind es bei den Männern 6,5 Prozent. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der "Rheinischen Post" (Freitag) vorliegt.

Zudem habe mehr als jeder fünfte Berufstätige zwischen 15 und 24 Jahren eine befristete Beschäftigung. Bei den 25- bis 34-Jährigen sind es 13,1 Prozent. Ausländer verrichten mit gleichfalls 13 Prozent etwa doppelt so oft einen befristeten Job wie Deutsche.

Der Anteil der Befristungen fällt in den einzelnen Branchen unterschiedlich aus. Die meisten verzeichnet die Sparte Erziehung und Unterricht mit 12,7 Prozent, gefolgt vom Gastgewerbe, wo jeder zehnte Arbeitnehmer einen Job auf Zeit hat, und vom Gesundheits- und Sozialwesen mit 8,8 Prozent befristeter Beschäftigung.

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Sigismund Ruestig 21.04.2017 - 16:12:52

Union: Uns ging es noch nie so gut!

Die Union und viele Unions- und/oder wirtschaftsnahe Medien wie z.B. Die Welt, FOCUS, FAZ, Huffington Post,... versuchen mit dem Spruch, den Deutschen ginge es noch nie so gut wie jetzt, das Land und die Verhältnisse schön zu reden und andere, wie z. B. Martin Schulz und seine SPD, die das anders sehen, zu verunglimpfen - als vom RRG-Virus befallene Politiker, die das Land schlecht reden würden. Was ist denn nun richtig? Fragen wir doch zuerst einmal, wer denn mit "den Deutschen" gemeint ist? Nun, doch sicherlich nicht die, die unter der von der EZB unter massiver Unterstützung des erbarmungswürdigen Schäuble verfolgten Null-Zinspolitik leiden: also Sparer, Rentner, Versicherungsnehmer etc. Sicherlich auch nicht die Alleinerziehenden, die Leih-, Mindestlohn- oder Zeitarbeiter in prekären Arbeitsverhältnissen, die Arbeitslosen, ....! Also doch wieder nur die Erben von Familienunternehmen, die Superreichen, die Winterkorns, ...! Die Union und ihre "Unterstützer" wollen das nicht wahr haben, leugnen sie doch dreist die wachsende Ungleicheit von Einkommen und Vermögen ( vgl. https://www.freitag.de/autoren/sigismundruestig/die-ungleichheits-luege-geht-um ). Fragen wir dann, was denn mit "uns geht es gut" gemeint ist? Zum Thema Einkommen und Vermögen: siehe oben. Also geht es um Fragen des Verbraucherschutzes, der Umwelt, der Gesundheit, der Landwirtschaft, der Bildung, der Gleichstellung von Männern und Frauen, der Familien mit Kindern, der öffentlichen Infrastrukturen, der Sicherheit, der Bürgerrechte, der Steuergerechtigkeit, um nur die mit den größten Defiziten zu nennen. Wie kann da noch jemand behaupten, uns ginge es noch nie so gut wie jetzt? Mag sein, dass es einigen Ländern noch schlechter geht. Aber wäre das ein Grund für unsere Politiker, die Hände in den Schoß zu legen? Genau deshalb wähle ich diesmal nicht die Union mit der Hände-in bzw. vor-den-Schoß-legenden Merkel, sondern die SPD mit dem zupackenden, mehr soziale Gerechtigkeit wagenden Martin Schulz. Genau genommen ist die derzeitige Ungleichheit das Ergebnis einer "immerwährenden Umverteilung" von unten nach oben, wie sie in unseren Steuer- und Abgabensystemen seit Jahrzehnten verankert ist! Warum eigentlich? Wird es da nicht endlich einmal Zeit, diese Art der Umverteilung durch eine modernere, gerechtere Art von Umverteilung von oben nach unten zu ersetzen? Und last but not leased: soziale Gerechtigkeit über die Generationen hinweg und nicht Arme gegen Reiche oder Junge gegen Alte ausspielen! "Nicht Alte gegen Junge, sondern Arme gegen Reiche! Egal, ob jung oder alt, gemeinsam sind wir stark!" https://youtu.be/9Steya7Qtr8 https://youtu.be/zH2tEG2G-aw https://youtu.be/KYm5ZKtjX9A Viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Anhören! Übrigens: Es geht auch ein höheres Rentenniveau, ohne die Beiträge zu erhöhen! Macht endlich auch die Produktionsfaktoren Kapital und Boden beitragspflichtig! Das muss wohl selbst die SPD noch lernen! PS: "Uns geht es doch nicht schlecht" - Martin Winterkorn, Familie Klatten/Quandt, Familie Albrecht! Wir haben Besseres als eine aufgewärmte "RoteSocken-Kampagne" verdient!

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