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13.09.2017 13:57 Uhr

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"Juncker scheint von allen guten Geistern verlassen"

Berlin (dpa) Die Linke-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht hat empört auf den Vorschlag von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker für eine Einführung des Euro in allen EU-Staaten reagiert. "Juncker scheint von allen guten Geistern verlassen zu sein", sagte Wagenknecht am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Bereits jetzt zerstört die Währungsunion in vielen Ländern Industrie und Arbeitsplätze, während sie in Deutschland eine Bedrohung für Sparkonten und Lebensversicherungen ist." Juncker hatte für eine möglichst rasche Einführung des Euro in allen EU-Staaten plädiert.

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Sahra Wagenknecht, Vorsitzende der Linksfraktion und Spitzenkandidatin der Partei Die Linke

© dpa

Wagenknecht hielt dem entgegen, etwa Italien habe seit der Euro-Einführung ein Viertel seiner Industrie verloren, Griechenland sei in der Dauerkrise. "Der Euro hat Europa nicht geeint, sondern Ungleichgewichte verstärkt", sagte sie. "Der Vorschlag, weitere Länder, die sich ökonomisch auf einem ganz anderen Entwicklungsniveau befinden, in die Währungsunion hinein zu holen, zeugt von ökonomischem Unverstand oder Hörigkeit gegenüber den Wünschen deutscher Exportkonzerne."

Wagenknecht warf Juncker eine "Weiter-so-Politik" vor. Die EU-Skepsis in Europa und der Rechtspopulismus werde so gestärkt. "Statt EU-Gelder sinnlos als Euro-Vorbereitungshilfen zu verpulvern, sollten lieber mehr Investitionen zur Modernisierung der Infrastruktur in Europa verwendet werden." Konkrete Schritte zur Verbesserung der Lebenssituation der Arbeitnehmer und Rentner seien nötig. "Eine Bundesregierung und eine EU-Kommission, die sich nicht trauen, sich mit den Reichen und Mächtigen anzulegen, werden Europa nur noch weiter in die Krise führen."

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