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Meinung

André Bochow 13.09.2017 19:13 Uhr

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Der letzte Pfeil

Berlin (MOZ) Der Herausforderer Martin Schulz wollte ein zweites TV-Duell mit der Kanzlerin. Das Argument: Es wären ja viele Themen beim ersten Aufeinandertreffen noch nicht besprochen worden. Was stimmt, aber nicht zwingend ein Nachfolgeduell erfordert. Schon deshalb nicht, weil kaum Hoffnung bestünde, eine Neuauflage würde weniger sterbenslangweilig als das Original. Es träten ja doch wieder die Vertreter einer bislang regierenden Koalition auf. Einer Koalition, in der es mehr Disharmonie zwischen CDU und CSU als zwischen CDU und SPD gab.

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MOZ-Redakteur André Bochow

© MOZ

Zweitens ist laut Umfragen für die Wähler das Flüchtlingsthema eindeutig das wichtigste. Thema. Darüber wurde ausführlich diskutiert. Es ist nicht zu erkennen, bei welcher Frage ein Duell belebend für den Wahlkampf sein könnte. Für den SPD-Kandidaten ist es eher von Vorteil, wenn ihm die Kanzlerin nicht ständig gemeinsame Beschlüsse entgegenhalten kann.

Drittens ist es natürlich zu verstehen, wenn Schulz noch einen Coup landen will. Er bittet die Kanzlerin zum Tanz. Sie sagt erwartungsgemäß Nein und steht als feige da. So war es ja wohl gedacht. Unglücklicherweise ist der Vorgang schon morgen wieder vergessen. Und wenn Martin Schulz nun in seinen Köcher schaut, wird er feststellen, dass der leer ist.

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