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Weniger Manöver zur Abschreckung Russlands

14.09.2017, 08:10 Uhr
Berlin (dpa) Die Bundeswehr beteiligt sich 2017 mit deutlich weniger Soldaten an Militärübungen in Osteuropa als im Vorjahr. Rund 4260 Soldaten nehmen bis November an 15 Manövern der Nato und einzelner Verbündeter teil, die in erster Linie der Abschreckung Russlands dienen. Das geht aus einer Aufstellung des Verteidigungsministeriums hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 2016 hatte Deutschland noch 5500 Soldaten in 24 Manöver geschickt.

Die Militärübungen in Osteuropa waren eine der ersten Reaktionen der Nato auf die Annexion der Krim durch Russland 2014. Damit will das Bündnis den an Russland grenzenden Mitgliedstaaten Polen, Lettland, Litauen und Estland den Rücken stärken. Sie fühlen sich durch den mächtigen Nachbarn bedroht.

Der Rückgang der Manöver in diesem Jahr hängt mit der festen Stationierung von jeweils etwa 1000 Nato-Soldaten in den vier Ländern zusammen. Die Bundeswehr führt die Truppe in Litauen an.

Die Ausgaben für die Manöver bleiben in diesem Jahr trotz Rückgang der Truppenstärke in etwa stabil. Wie im Vorjahr werden vom Verteidigungsministerium etwa 95 Millionen Euro dafür veranschlagt.

Russland und die Nato werfen sich gegenseitig vor, mit Militärmanövern provozieren zu wollen. Am Donnerstag beginnt das Großmanöver "Sapad" (Russisch: Westen) russischer und weißrussischer Soldaten an den Grenzen zu Polen und Litauen.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass daran an die 100 000 Soldaten teilnehmen. Nach russischen Angaben sollen es 12 700 Soldaten sein. Ab 13 000 Soldaten müsste Russland nach den Regeln der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ausländische Beobachter zulassen.

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Burkhard Koller 19.09.2017 - 11:32:44

Lückenpresse die dritte

Dass die Medien nicht objektiv, sondern manipulativ unseren Blick lenken, zeigt auch das folgende Beispiel. Warum berichtet die Bonzenpresse nicht darüber, dass, laut globallook, die USA mit ihren Verbündeten Südkorea und Japan gegenwärtig die Bombardierung von Nordkorea üben. Dies ist sicher kein Beitrag dazu, die Nordkoreas Befürchtungen vor einer feindlichen Politik der USA zu zerstreuen. Aber ohne diese Informationen erscheinen die daraus resultierenden Reaktionen Nordkoreas, nicht erklärbar, irrational. Und das ist ja auch immer wieder die Methode der Kriegstreiberpresse in diesem Lande gewesen, die kriminelle Politik illegitimer Gewalt gegen anderen Staaten, dem Leservolk als human zu verkaufen. Der jeweilige Politiker des "feindlichen" Landes wird als nicht berechenbar, als durchgeknallt diffamiert. Sein Handeln erscheint als nicht nachvollziehbar, weil dem Leservolk eine Reihe von Informationen vorenthalten wurden und es sich daher ein falsches, manipuliertes Bild von der Situation macht.

Burkhard Koller 17.09.2017 - 11:31:40

Lückenpresse die zweite

Dass wir es in den "ach so demokratischen Medien" nicht um Information, sondern nur um Propaganda und Verdummung geht, sollte inzwischen auch letzte Depp begriffen haben. Wer an dieses Märchen immer noch glaubt, sollte sich und anderen erklären können, warum russische Manöver in allen Gazetten breitgetreten werden und man über NATO-Manöver höflich schweigt. Nicht nur die Manöver in der Westukraine und Moldawien wurden verschwiegen. Auch vom aktuell stattfindenden Manöver in Schweden hört man in der MOZ nichts. Kann man ja auch ignorieren. Schließlich ist es lediglich das größte Manöver, das Schweden in den letzten 25 Jahren abgehalten hat. Außerem sind ja auch nur mehr Soldaten als am russischen Pendent "Sapat" beteiligt. Über 18 Tsd. Soldaten tummeln sich auf den Trainingsschlachtfeldern im simulierten Krieg gegen Russland. Von der MOZ dumm gehalten wird der unmündige Bürger auch die Proteste der Friedensbewegung in Deutschland. Kein einziges Wort durfte man in der MOZ über deren Demonstration an der amerikanischen Militärbasis in Rammstein erfahren. Über Opposition wird im märkischen Regierungsverkündungsblatt nicht berichtet. Wenn sich 30 Randalierer in der Millionenstadt Moskau treffen, ist das wichtiger, als über 5000 Friedensbewegte im eigenen Land zu berichten. Wer die Bürger auf "alternativlosem" Regierungskurs halten will, darf keine Alternativen aufzeigen. Und so funktioniert "demokratische" Presse im Sinne der "Herrschenden".

Frank Schneider 14.09.2017 - 15:57:56

Welch ein Widerspruch

es gibt so viele, die bei der Kriegshetze bereitwillig mitmachen - aber es gibt nur sehr wenige sichere Bunker.

Burkhard Koller 14.09.2017 - 15:20:30

LÜCKENPRESSE

Breit wird darüber berichtet, dass Russland gegenwärtig Manöver abhält. Dass aktuell bis zum 11.September ein NATO Manöver an der russischen Grenze stattgefunden hat, das hat man in der Berichterstattung geflissentlich unterschlagen. Im Gegenteil, man heuchelt, dass die Bundeswehr zukünftig weniger Soldaten bei Manöverm gegen Russland einsetzen will. Man erfährt nicht, wie Viel bisher eingesetzt wurden und auch nicht auf wiebiel Soldaten man verzichten will. Nur Propaganda bekommt man in den hiesigen MASSENmörderMEDIEN geboten. Dass die Bundeswehr schon seit längerer Zeit entgegen den Vereinbarungen der NATO-Russland-Akte Bundeswehr-Soldaten dauerhaft stationiert hat, darf der unmündig gehaltene Leser nicht erfahren. Lächerlich wie immer die stets aufgekocht Propagandafloskel von der Annexion der Krim. Entweder beherrscht die schreibende Zunft den schmalen Schatz.seiner Fremdworte nicht, oder sie folgt, entgegen ihrer eigenen Bildung, politischen Vorgaben. Auf der Krim hat zum Thema Wiedervereinigungein, für hiesige Journaliste auch ein Fremdwort, ein Referendum stattgefunden. Liebe Journalisten, das ist das Ding, das es zur deutschen Wiedervereinigung, zum EU-Beitritt und zur Abschaffung der DMark der Bevölkerung vorenthalten wurde.

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