Die als Prototyp oder auch real wiedererkennbaren Landschaften locken in Bernau seit einigen Wochen überdurchschnittlich viele Galerie-Besucher an. Sabine Oswald vom Förderkreis Bildende Kunst Bernau führt das auf die Erzählwirkung der sehr unterschiedlichen Arbeiten zurück. Schwungvoll und farbintensiv spiegelt die Italienerin Carla Fioravanti großformatig die Hektik am Potsdamer Platz wider. In auffälligem Kontrast dazu stehen zum Beispiel Hans-Otto Schmidts betont ruhige Dorfstraße von Groß Fredenwalde oder Harald Metzkes stimmungsvolles Badestellen-Aquarell.
Etwa die Hälfte des rbb-Sammlungsbestandes, die laut Großkopf die Vielfalt der Region Berlin-Brandenburg zeigen soll, hängt in Bernau. Die Mitglieder des Förderkreises, der die Galerie betreut, entschieden sich für die sogenannte Petersburger Hängung. Wie in der Eremitage hängen die etwas kleineren Formate in Clustern beieinander. So ergeben sich interessante Wechselbeziehungen zwischen Werken von Arno Mohr, Herbert Tucholski, Karl Oppermann oder auch Friedrich Schötschel, der zum Bernauer Förderkreis gehört. "Wir haben uns sehr gefreut, dass zwei Arbeiten eines unserer Mitglieder 2008 angekauft wurden", sagt Sabine Oswald.
"Land, Stadt, Land - Blicke auf Berliln und Brandenburg", Galerie Bernau, Bürgermeisterstraße 4, Finissage am 24. Oktober, um 19 Uhr, Gesprächsgast Rudolf Großkopf.