Trotz der ganzen Handicaps lieferten die Brandenburger im ersten Durchgang eine ordentliche Leistung ab. Sie begegneten dem Staffelfavoriten auf Augenhöhe. Die Brandenburger standen in der Abwehr sehr sicher, mit einem vorgezogenen Wojciech Lipinski, und auch im Angriff unterliefen ihnen nur wenige Fehler. Das war wichtig, da die Hauptwaffe der Werderaner aus dem schnellen Gegenstoß besteht.
Im Verlauf der ersten Hälfte konnte sich kein Team absetzten. Mal führten die Gastgeber, dann lagen die Brandenburger mit einem Treffer vor. Auch die kuriose Szene in der 25. Minute überstanden die 63er recht souverän. Nach einigen, zum Teil überzogenen, Hinausstellungen, standen plötzlich nur noch zwei West-Feldspieler auf dem Feld. Diese prekäre Situation, die zum Glück keine halbe Minute bestand, überstanden sie souverän, kassierten nur ein Gegentor. So betrug der Rückstand zur Pause nur 13:15.
Alle Hoffnungen vielleicht doch den Favoriten zu ärgern, gingen aber in der Anfangsphase der zweiten Hälfte verloren. Eine Reihe schlechter Angriffe erlaubten es den Hausherren, auf ihren geliebten Konterangriff zu setzen und bauten den Vorsprung peu à peu aus. Mit dem 22:16 in der 40. Minute stand der Sieger vorzeitig fest.
Im weiteren Verlauf deutete sich schon ein Debakel an, bis auf elf Tore zog der Favorit davon, doch das dezimierte West-Team steckte nicht auf. Mit dem Youngster Marco Tietz in der Rückraum-Mitte und den Kryszon-Brüdern auf den Außen gestalteten die Gäste die Partie ordentlich zu Ende (27:35). Das vorletzte Spiel bestreiten die Brandenburger am 30. April beim TSV Rudow.
West: Witowski, Alpers, Benkendorf, Lipinski 3, Habermann 2, Richter 11 (4), Witt, Teichert, Käselau 1, P. Kryszon 2, T. Kryszon 6, Tietz 1.