Berlin (dapd) Eine neue Crowdfunding-Plattform speziell für Journalisten geht am kommenden Dienstag an den Start. Auf "krautreporter.de" können Ideen für Reportagen, Filme oder Bücher vorgestellt werden. Die Nutzer haben dann die Möglichkeit, die Projekte innerhalb einer bestimmten Frist finanziell zu unterstützen, damit die Vorhaben realisiert werden können.
Sebastian Esser, Gründer des Journalismus-Crowdfunding-Projekts "Krautreporter", gibt am Freitag in Berlin ein Interview. Zusammen mit einem Kollegen hat Esser in den vergangenen Monaten das Portal Krautreporter entwickelt, die erste deutsche Crowdfundin
Crowdfunding sei nicht die Rettung des Journalismus, "aber es ist ein Anfang", sagte der Gründer des Portals, der freie Journalist Sebastian Esser der Nachrichtenagentur dapd. "Wir wollen Journalismus ermöglichen. Journalisten finden und erzählen Geschichten, und um das zu tun, brauchen sie Geld. Das wollen wir auf eine andere Art und Weise ermöglichen."
In vielen Redaktionen fehle inzwischen einfach die Zeit für aufwendige Recherchen. "Aber das sind doch die Geschichten, die wichtig sind: Wenn jemand nachbohrt und Dinge herausfindet. Dafür braucht es inzwischen Alternativen und davon wollen wir eine sein", betonte Esser.
In Deutschland haben sich bereits zahlreiche Crowdfunding-Plattformen wie Startnext, Inkubato oder Sellaband etabliert. Krautreporter ist das erste Angebot, das sich nur auf Journalismus konzentriert.
( https://krautreporter.de/ )
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