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Frankfurter Zeitungsverlage vor engerer Zusammenarbeit

Frankfurt/Main (dapd) Die Rettungsbemühungen für die zahlungsunfähige "Frankfurter Rundschau" könnten zu einer engeren Zusammenarbeit der Zeitungsverlage in der Stadt führen. Eine Entscheidung über die Zukunft des Blattes ist nach Informationen der Nachrichtenagentur dapd vom Sonntag noch nicht gefallen. Der Verlagsgeschäftsführer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", Tobias Trevisan, sprach aber gegenüber Mitarbeitern bereits von möglichen Synergieeffekten eines Zusammenwirkens.

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  Frankfurter Zeitungsverlage könnten näher zusammenrücken © dapd

Schon seit Wochen gibt es Gerüchte über einen Einstieg der FAZIT-Stiftung bei der "Frankfurter Rundschau", die bislang im Wesentlichen vom Kölner Verlag DuMont Schauberg und der SPD-eigenen Verlagsgesellschaft DDVG getragen wurde. Zur FAZIT-Stiftung gehört neben der FAZ auch die "Frankfurter Neue Presse", auf die sich Trevisans Bemerkung mit den Synergieeffekten bezieht. Erste Vorentscheidungen über das Weitererscheinen der "Frankfurter Rundschau" dürften im Lauf der Woche fallen, weil nach bisheriger Darstellung das Geld für deren Produktion nur bis Ende Januar reicht.

Nach einer Vorabmeldung des "Hamburger Abendblatts" könnte die FR künftig wie die "Frankfurter Neue Presse" in der Frankfurter Societäts-Druckerei produziert werden. Demnach ist an eine Fortführung des Blattes "in abgespeckter Form" als Regionalzeitung für das Rhein-Main-Gebiet gedacht. Geplant sei die Übernahme von etwa 30 Redakteuren sowie mehrerer freier Mitarbeiter.

Das Bundeskartellamt habe in informellen Gesprächen Zustimmung zu dem Sanierungsvorhaben signalisiert. Für die Druckerei soll sich dem Bericht zufolge die türkische Calik-Holding interessieren. Der Entzug eines Druckauftrags für mehrere Blätter des Verlags Axel Springer galt als schwerer Rückschlag für die Bemühungen um eine Rettung des FR-Druck- und Verlagshaus.

Die "Frankfurter Rundschau" hatte wegen hoher Verluste Anfang November Insolvenzantrag gestellt. Zum Insolvenzverwalter wurde der Frankfurter Rechtsanwalt Frank Schmitt berufen, der sich seitdem um eine Lösung zur Sicherung einer Zukunft für die Zeitung bemüht. Er führt derzeit die entscheidenden Gespräche mit potenziellen Investoren.

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