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Furcht vor landenden Flugzeugen

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14 Kommentare

29.01.2012 20:07:51

Martin Kader

Höhere Anflüge sind ohne Einschränkung für den Großflughafen

Das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (kurz BAF) begründet die niedrigen Anflüge 60-70 km vom Flughafen entfernt, weil sonst die Abhängigkeiten zwischen an- und abfliegenden Flugzeugen verschärft würden. Diese etwas schwammige Begründung findet sich auf Seite 69 oben des Abwägungsvermerks, siehe den Link zum Abwägungsvermerk ganz unten auf: http://www.baf.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2012/PM02_2012.html?nn=69300)
 
 Im Klartext: Bei größeren Anflughöhen sollen die in Schönefeld abfliegenden Flugzeuge mit den ankommenden in die Quere kommen? Gefordert wurde u.a., dass beispielsweise über Seelow nicht in 1200m zum Endanflug eingedreht wird, sondern in 3700m bis 4000m. Das würde in etwa einem Anflugwinkel von 3 Grad entsprechen, so dass auch das Instrumenten-Landesystem (ILS) besser funktionieren würde, welches für diesen Winkel ausgelegt ist. Eine noch höhere Heraufsetzung fordere ich gar nicht.
 
 Nun zum abfliegenden Verkehr z.B. bei Westwind: Flugzeuge starten und landen bekanntlich gegen den Wind. Während die zur Landung anfliegenden Flugzeuge aus dem Oderbruch kommend in Richtung Westen landen, starten die Flugzeuge nach Westen raus. Die Starts erfolgen also in Richtung Potsdam-Mittelmark, während MOL vom anfliegenden Verkehr überflogen wird. Nur startende Flugzeuge, deren Reiseziele sich im Osten (z.B. in Osteuropa) befinden, müssen irgendwann nach dem Start nach Osten umdrehen. Hierzu sind ganz konkrete Abflugrouten festgelegt, wovon nur eine, die sog. "TUVAK 1A"-Route, über den Anflugbereich hinweg in Richtung Fürstenwalde geht. Die nach Osten verlaufenden stetig ansteigenden Routen befinden sich aber in einer ganz anderen Höhenkategorie: Schon über der Stadtgrenze Berlins sollen die abfliegenden Flugzeuge je nach Steigleistung zwischen ca. 4.800m bis ca. 6000m erreichen. Der wesentlich niedrigere Anflugbereich wäre auch im Falle einer Heraufsetzung des Eindrehpunktes auf 4000m also vom abfliegenden Verkehr überhaupt nicht betroffen! Auch nicht durch extrem schwerfällig steigende Flugzeuge mit schwachen Motoren. Diese Details ersparen uns Deutsche Flugsicherung (DFS) und das BAF. Das ist das eigentliche Skandalöse!
 
 U.a. für höhere Anflüge hat sich der WiO e.V. in Letschin eingesetzt. Dieser hat zumindest schon mal erreicht, dass im neuen Entwurf zur Luftraumkarte Letschin nicht mehr unter den für die niedrigen Anflüge vorgesehenen "Luftraum Charlie" fällt, was nach dem Entwurf August 2011 noch geplant war. Die Flugzeuge müssen daher schon vor dem Ort Letschin in den Endanflug abdrehen.
 
 In Regierungskreisen wundert man sich, dass sich sonst keine Bürgerinitiative für höhere Anflüge formiert. Eine solche könnte neben vielen anderen Orten z.B. auch Seelow vor absolut unnötigem Fluglärm retten.
 
 Denn das Fazit lautet: Höhere Anflüge sind mit keinerlei Einschränkung für den Flugverkehr des neuen Großflughafens verbunden. Die Fluggesellschaften würden sich freuen. Sie würden durch steileres Abgleiten ihrer Flugzeuge Millionen an Kerosin sparen.

29.01.2012 19:37:32

Rumpelstilzchen

@OTTO

Zitat:
 "Sie haben Recht, aber wir leben nun mal im Kapitalismus und da zählt der Mensch nichts."
 
 Hallo "Karl-Eduard v. Schnitzler" - ich höre deine Töne.
 
 Hier die kapitalistische, "menschenverachtende Realität".
 
 Der Mensch zählt so viel, dass er nicht wie Hasen an der Grenze abgeschossen wird, wenn er sein Land verlassen will.
  Der Mensch zählt soviel, dass er bei einem geringen Einkommen sogar Wohngeld bekommt.
 Der Mensch zählt so viel, dass er bei einer Arbeitslosigkeit ein entsprechendes Arbeitslosengeld bekommt.
  Der Mensch zählt so viel, dass er im Alter entsprechend seiner Pflegebedürftigkeit über Pflegestufen gepflegt wird.
 
 Das Einzige was im Kapitalismus nicht zählt, wenn jemand bewusst sein Gesäß nicht bewegt. Aber auch die bekommen im Zweifelsfall noch eine Unterstützung.

29.01.2012 18:37:29

Serafin

Was wollen die da in MOL?

Keine Biber, kein Öl, kein Gas, keine Flugzeuge, keine Jugendliche, keine Ärzte - hm?
 
 Ach so, na klar, schicke Straßen habt ihr und tolle Landratsgebäude ...

28.01.2012 22:18:20

Otto

Popow

Sie haben Recht, aber wir leben nun mal im Kapitalismus und da zählt der Mensch nichts. Die freiheitlich- demokratische Ordnung ist nun mal eine den Wesen nach kapitalistische, die den Menschen mit seiner Propaganda belügt. Aber wir lassen es geschehen und die Mehrheit wählt neoliberale Parteien, wie CDU, SPD, GRÜNE und FDP. Die Andere macht auf Landesebene teilweise mit, gerade bei den Flugrouten fehlt eine klare Aussage von ihr. Denn mit Finger auf andere zeigen führt zu keinen Ergebnis. Der Flughafen liegt auf Brandenburger Territorium und Mitglieder der Landesregierung sitzen imAufsichtsrat der Berliner Fughäfen und hier verteten sie Kapitalinteressen.
 So werden wir weiterhin belogen und betrogen.

28.01.2012 19:20:39

Propeller

@COURAGE

Werdet euch mal einig zwischen den Kartoffelfurchen.
 
 In Neuhardenberg kämpft MOL um einen Flugplatz, damit es noch mehr dröhnt und die Flugzeuge, die zum Flughafen Schönefeld fliegen, sollen irgendwo den Luftraum kreuzen.
 
 Solche Stücke könnte die "COURAGE-Fan`s" im Theater am Rand aufführen.
 Da gibt es was zu lachen und Rühmann hat mal Pause.

28.01.2012 19:20:36

Propeller

@COURAGE

Werdet euch mal einig zwischen den Kartoffelfurchen.
 
 In Neuhardenberg kämpft MOL um einen Flugplatz, damit es noch mehr dröhnt und die Flugzeuge, die zum Flughafen Schönefeld fliegen, sollen irgendwo den Luftraum kreuzen.
 
 Solche Stücke könnte die "COURAGE-Fan`s" im Theater am Rand aufführen.
 Da gibt es was zu lachen und Rühmann hat mal Pause.

28.01.2012 19:07:52

Harry Popow

"Friede den Hütten!..."

„Friede den Hütten!...“
 
 Eine ganz persönliche Bemerkung / Von Harry Popow
 
 26. Januar 2012: Marktplatz Friedrichshagen. Sonderaktion der Montagsdemonstranten gegen Fluglärm. Über tausend in der Januarkälte. Hochgeschlagene Kragen. Schilder: Menschen- und Klimakiller! Nicht über unsere Köpfe hinweg. Spontane Reden. Lügner. Lügner!! Lügnerpack. Ein Redner: Es habe nie eine Umweltverträglichkeitsprüfung für Flüge über den Müggelsee gegeben. Und weiter: Man hat uns den Fehdehandschuh hingeworfen. Wir haben ihn aufgenommen. Wowereit weg! Wütende, aufgebrachte Bürger. Der Ruf „Wir sind das Volk!“ Rbb dabei. Reporter Ulli Zelle. Scheinwerfer, Trillerpfeifen. Buh-Rufe! Wir sind die Krieger – ein selbstgebasteltes Lied. Warum? Heute war entschieden worden: Die Flugrouten – vor allem über den Müggelsee – bleiben erhalten. Unter fadenscheinigen Ausreden, ja Lügen. Alles dahin: Dreißig Montagsdemos seit 2011. Menschenkette um den Müggelsee. Müggelsee ist überall, so ein weiteres Plakat. Stimmung, eine nicht durch noch mehr Lügen zu beschwichtigende Masse. Eine Zündschnur ist gelegt, seit langem? Wohin führt sie? Wohin muß sie führen? Ein kostspieliger Rechtsstreit wird kommen. Sein Ausgang ungewiß. Aber der Kampf geht weiter.
 
 Persönlicher Rückblick auf das Jahr 1949: Berlin-Friedrichshagen. In der Bölschestraße, der Hauptstraße, wird ein Jugendklub gegründet. Der gehört der neuen Pionierorganisation. Dort trifft man sich und bekommt auch blaue Halstücher. Ich will auch mitmachen. Gehe einfach hin. Der soeben gegründete Fanfarenzug zieht mich an, vor allem das Trommeln. Wir üben oft. Erst im Keller des Klubs, dann auf der Straße, wo viele Leute interessiert zusehen. Das gefällt mir. Und dann heißt es: „Wir bereiten uns auf eine große Sache vor ...“ Nach der Schule wird tüchtig geprobt. Fast jeden Abend. Dann ist es soweit. Ein neuer Staat wird am 7. Oktober gegründet – die DDR! Der Fanfarenzug trifft sich am 11. Oktober mit Tausenden anderen im Berliner Lustgarten. Fackeln, Fanfaren, Menschen über Menschen. Und alle fröhlich und voller Erwartung. Extra für diesen Anlaß wurden viele kleine Bäumchen am Rande des Platzes gepflanzt. Dieser historische Abend war ein unauslöschliches Erlebnis für mich.
 
 Zurück in die Gegenwart: Am nächsten Tag lese ich im Internet Worte von Kristian-Peter Stange, Pressesprecher des BVBB: „…Die zynischen und höhnischen Aufforderungen, die gesundheitsgefährdenden Lärmbelastungen zugunsten einer politischen Standortfehlentscheidung hinzunehmen, sind unerträglich. Was sich Platzeck und Wowereit mit solchen Aufforderungen erlauben, liegt außerhalb ihrer verfassungsgemäßen Verpflichtungen. Sie treten damit die Grund – und Menschrechte mit Füßen und dürfen sich darum nicht wundern, wenn sie als Verfassungsfeinde bezeichnet werden. (…)“
 
 Was aber raunen die uns zu? „Findet euch ab“…
 
 Richtig, Wowereit, wir sind ein unmündiges Volk. Mit uns könnses ja machen. Wie lange noch? Es ist unglaublich, wie das Volk verarscht wird. Die Oberen schaufeln sich selbst das Grab. Irgendwann. Sie wissen es nur noch nicht… Die mutigen Friedrichshagener und die Anlieger – sie haben Ausdauer… Georg Büchner: Friede den Hütten!... Danke für den Fehdehandschuh. Man weiß, mit wem man es zu tun hat…

28.01.2012 17:54:40

B. Abermann

MOL ?

MOL Fahrzeuge verpesten die Luft in Frankfurt (Oder). Sie stehen mit laufendem Motor an der Polengrenze, blockieren Parkplätze und halten selten die Geschwindigkeit ein.
 
 Also richtige Umweltschädlinge. Wie sollen unsere Kinder friedlich aufwachsen, wenn MOL-Abgase zusätzlich die Luft verpesten und die Straßenübergänge unsicher machen..

28.01.2012 17:39:57

Courage

Unser Landrat braucht unsere Unterstützung

Zu einem vorherigen Kommentar:
 Was heißt denn hier, ob wir in MOL keine anderen Sorgen haben ?
 Antwort : Ja, die haben wir a u ß e r d e m - Leider !
 
 Sind etwa die Sorgen um die Gesundheit, den erholsamen Schlaf etc. keine berechtigten Sorgen ?!
 MOL muss weiterhin, gerade in dieser lauten und hektischen Zeit, auch für Erholung stehen - für die Einheimischen, aber auch für seine Gäste. Wir haben so viel zu bieten, aber auch so viel zu verlieren, wie unsere herrlichen Wälder und Badeseen uvm. Das dürfen wir uns nicht kaputtmachen lassen.
 
 Nachdem MOL sehr spät von den Anflugrouten erfuhr und erst danach in die Fluglärmkommission durfte, wird es nun allerhöchste Zeit, sich gegen die niedrigen, sehr lauten (vermeidbaren) Anflüge des BER mit extremen CO2-Ausstoß zu wehren.
 
 Wir müssen nun endlich für unsere Interessen, in dem Fall für ein umweltverträglicheres Anflugverfahren, einstehen.
 Unser Landrat braucht aber auch Unterstützung, und zwar die seiner Bürger.
 Dies können wir alle, jeder einzelne von uns unter Beweis stellen, indem wir an die DFS (Deutsche Flugsicherung) bzw. das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung schreiben und somit signalisieren, dass wir mit den vorläufig beschlossenen Überflügen in 900m bzw. 1.200m Höhe keinesfalls einverstanden sind. Das ist unser gutes Recht.
 
 Warum soll denn ausgerechnet die sogenannte Landbevölkerung immer alles einfach hinnehmen? Warum sollen wir denn mehr Lärm vom BER ertragen als Betroffene, die viel näher am BER leben?!
 In Potsdam, Berlin-Lichtenrade, Berlin-Nicolassee usw. haben die Anwohner bei weitaus weniger und zugleich höheren Überflügen protestiert - mit Erfolg. Diese hatten und haben scheinbar auch keine anderen Sorgen.
 
 Bitte, liebe Leser, wehren auch Sie sich.
 
 Es geht auch um Ihre Zukunft und die Zukunft Ihrer Kinder in unserer schönen Region.

28.01.2012 17:28:51

Städter

Aufs falsche Pferd gesetzt!

Vor einigen Jahren war zu hören, könnt ihr euch kein Haus leisten? Wollt ihr immer in der Stadt wohnen? Wer nicht in das Umland von Frankfurt (Oder) zog, gehörte zu denen, die es zu nichts brachten.
 
 Heute wird rund um Mixdorf nach Öl gebohrt, Fliegen die Flugzeuge über das Oderbruch und den grünen Gürtel Berkenbrück. Umgehungsstraßen nehmen den Verkehr und den Lärm aus den Städten heraus, verlagern ihn in das Umland.
 
  Es lebt sich zwischenzeitlich sehr angenehm in einer Stadt. Grünflächen, kurze Wege zum Einkaufen, in der Nähe der Arzt und das Krankenhaus.
 
 Viel Spaß auf dem Lande!

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