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24.01.13 19:28 Eberswalde
Biber w√ľten im Eberswalder Forst

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6 Kommentare

28.01.2013 08:59:11

Barni

Der Mensch das r√ľckst√§ndige Wesen

@Loki-lacht: Nat√ľrlich hat sich die Lanschaft in der Vergangenheit ver√§ndert und das wird sie auch weiter tun.
 Einige Arten wie Biber, Wolf und Co. scheinen damit einigerma√üen klar zu kommen. Sie passen sich an.
 Aber ein Lebewesen scheint sich nicht anpassen zu k√∂nnen bzw. zu wollen, das ist der Mensch. Wir sind doch immer alle der Meinung, dass wir sooo innovativ und flexibel sind - hier sieht man mal wieder, dass wir eigentlicht ziemlich r√ľckst√§ndig sind.

25.01.2013 21:05:43

Leserin

@Loki-lacht

Dinosaurier und Säbelzahntiger sind zwar ausgestorben; ihre Knochen und DNA sind jedoch teilweise erhalten und dienen einer Reihe von wissenschaftlichen Fragestellungen.
 
 Die Oberfl√§che des Planeten Ede wurde und wird nicht allein durch die Anwesenheit der Spezies Homo sapiens beeinflusst, aber ma√ügeblich. Und das in wenigen Sekunden, insofern man das Erdalter auf ein Uhrenziffernblatt √ľbertr√§gt.
 
 Das sich zu vergegenw√§rtigen, bleibt zeitlos hochaktuell.

25.01.2013 20:12:13

Loki-lacht

Ewig gestrige???

Schonmal dar√ľber nachgedacht das sich in den letzten 100 Jahren der Zivilisation einiges ge√§ndert hat?
 Durch die moderne Zivilisation ist eben in diesem Ma√üe kein Platz mehr f√ľr Dinosaurier wie es gern h√§tten, auch sie sind Schuld daran!
 Wir leben nicht mehr vor 500 Jahren. Die Landschaften ver√§ndern sich nun mal, ob zum guten oder schlechtem sei mal dahin gestellt.
 Der S√§belzahntiger w√ľrde heute auch nicht mehr in unser Landschaftsbild passen!

25.01.2013 15:20:29

Hartmut Ginnow-Merkert

Wer w√ľtet denn da?

Wenn wer im Wald w√ľtet, dann sind es die Menschen. Immer neue J√§ger-Schie√üst√§nde verunzieren die Forste; man legt "praktische" Schie√üschneisen an, stellt Salzlecksteine auf Pfosten, damit der senilste Jagdheini noch zum Abschusserfolg kommt; man f√ľttert das Wild, um die Population k√ľnstlich hoch zu halten, und dann w√ľtet man gegen den Wolf, und ‚Äď in anderem Kontext ‚Äď gegen Biber, Kr√§hen, Kormorane‚Ķ
 Wenn man endlich dieses Elend der sich f√ľr privilegiert haltenden Hobby-Schie√üer abschaffen und das "Management" glaubw√ľrdigen Profis √ľbertragen k√∂nnte, lie√üen sich mit gr√∂√üter Gewissheit auch die verschiedenen Tierarten auf nat√ľrliche Weise in einem vertr√§glichen Gleichgewicht halten.
 Allzu oft lesen wir √ľber durchsichtige Manipulationsman√∂ver, mit dem sich J√§ger f√ľr den Abschuss immer neuer Wildtiere eine vermeintliche Legitimation schaffen wollen.
 Das W√ľten geht vom Menschen aus, nicht von den Tieren.

25.01.2013 13:57:00

Beate Blahy

Biber gehören dazu

Wenn B√ľrger aus Bitterfeld die von Bibern gestalteten Lebensr√§ume mit ihrer alten Heimat vergleichen, dann darf doch an der Ernsthaftigkeit dieses Vergleichs gezweifelt werden. Immerhin arbeiten Biber ohne Chemie. Und dass sie D√§mme bauen, Wasser stauen, geh√∂rt zu ihrem arttypischen Verhalten. Sie bauen dort, wo die Natur es auch erm√∂glicht, und es f√§llt uns deshalb auf, weil sie lange fort waren, nun zur√ľck gekehrt sind und alte ehemalige Biberheimat wieder bewohnen. Biber sind die einzigen S√§ugetiere, die in der Lage sind, durch gezielte Aktivit√§t ihren Lebensraum zu gestalten- eine faszinierende Spezies. Sehr oft sind die Ergebnisse ihrer Arbeit ganz im Sinne des Menschen, denn sie bringen Wasser in Gebiete, wo es fr√ľher abgelassen wurde, was den Gebieten zu √∂kologischen Schaden verholfen hat. Wiedervern√§ssungs- und Moorschutzprogramme stehen jetzt in Brandenburg wieder ganz oben auf der Tagesordnung, denn nichts wird f√ľr unser Land zuk√ľnftig so wichtig sein wie Wasserr√ľckhaltung, vor allen Dingen um unsere Existenz und Landnutzung zu erm√∂glichen und zu sichern.
 Konflikte mit der Biberbaut√§tigkeit sind nicht auszuschlie√üen und m√ľssen gel√∂st werden- aber einvernehmlich, unter Ber√ľcksichtigung der Bed√ľrfnisse des zur√ľckgekehrten Einwohners Biber. Ich empfehle dem erschrockenen B√ľrger, sich eingehender mit der Lebens- und Wirkungsweise von Bibern zu befassen. Er wird erkennen: nach den jetzt toten, st√ľrzenden B√§umen, deren Anblick ihn so verst√∂rt, wird ein neuer Lebensraum entstehen, der nicht nur dem Biber n√ľtzt, der auch durchaus √§sthetische Aspekte haben wird, und der ganz im Sinne des Brandenburgischen Wasserr√ľckhaltungsprogrammes ist.

25.01.2013 13:20:47

Andreas Reichling

Wandel in der Natur akzeptieren

Nun muss der Biber mal wieder als S√ľndenbock ran, der Wolf hat kurz Pause, da kann der Biber ja mal aushelfen. Dabei werden nun ganz neue Vergleiche gewagt, anscheinend sind die s.g. Umweltprobleme durch den Biber nun mit den Vergiftungen der Umwelt in der Region Bitterfeld zu vergleichen, absurder geht es kaum. Vielen Dank f√ľr den Unsinn!
 
 Der Biber ver√§ndert seine Umwelt. Lange Zeit war er verschwunden, beinahe ausgerottet. Nun kehr er genau dorthin zur√ľck, wo er schon lange vor uns gewesen ist. Dabei schafft er sich seinen Lebensraum neu. Dabei liegt das Problem eindeutig darin, dass viele Menschen nicht verstehen, was da passiert. Es werden B√§ume gef√§llt, √Ėkosysteme ver√§ndern sich, scheint alles ganz schlimm zu sein?
 
 Ich glaube in Zeiten des Klimawandels k√∂nnen wir dem Biber vielmehr dankbar sein, dass er einen entscheidenden Beitrag zum Wasserr√ľckhalt in der Landschaft leistet. Allein in der Stadtseerinne
 kann in verschiedenen Mooren und Seen bis zu einer halben Millionen Kubikmeter Wasser zur√ľckgehalten werden. Moore wurden aktiviert, Seen haben wieder klares Wasser, alles nur durch den Biber. Das muss man auch mal sehen, da darf man auch mal dr√ľber berichten!
 
 Ich will nicht sagen, dass es nicht zu ernsthaften Konflikten kommen kann, wenn der Biber Nutzfl√§chen und Siedlungen unter Wasser setzt. Die Untere Naturschutzbeh√∂rde hat in den vergangenen Jahren in einer Viehzahl von F√§llen die Genehmigung erteilt, das D√§mme entfernt werden d√ľrfen, was wir unterst√ľtzt haben.
 
 Als Vorsitzender des NABU frage ich mich nun was ein Managementplan denn f√ľr einen Inhalt haben soll? Den Abschuss oder die Pr√§vention von Sch√§den? Eine Regelung der Population erfolgt beim Biber bekanntlich sehr zuverl√§ssig durch Konkurrenz zwischen den Tieren. Auch sind die Populationen in den entsprechenden √Ėkosystemen seit langem konstant, die Art hat sich allerdings neue Lebensr√§ume erschlossen.
 
 Nach meiner Meinung haben Biber und Wolf heute in der √Ėffentlichkeit eine ganz andere Aufgabe. Sie sind geradezu in idealer Weise geeignet von den wirklichen Umweltproblemen abzulenken. Als Umweltverb√§nde und engagierte Privatpersonen im vergangenen Sommer durch Wasserproben nachgewiesen haben, welche hohen Pestizidr√ľckst√§nde (mit anderen Worten Gifte) die moderne Landwirtschaft in die Oberfl√§chengew√§sser sp√ľlt, war das Interesse der Presse vergleichsweise gering. Schnell wurde eine Gegendarstellung des Bauernverbandes abgedruckt, die so peinlich war, dass man nicht wusste ob man lachen oder weinen sollte. Das im Brandenburger Wald seit langem nicht mehr nur die Pfleger√ľckst√§nde seit der Wende aufgearbeitet werden, sondern gelegentlich auch mal ein wenig mehr, d√ľrft wohl auch aufgefallen sein. Dennoch berichtet die Presse viele lieber √ľber den vermeintlich b√∂sen Wolf auf der Jagd oder den Biber wenn er mal drei B√§ume f√§llt, ist ja auch viel einfacher.
 
 Daher mein Fazit:
 
 Erst wenn der letzte Biber und der letzte Wolf erneut verjagt wurden, dann wird die Agrar- und Holzindustrie merken, dass sie keinen anderen S√ľndenbock mehr haben (und vielleicht auch irgendwann, dass man Geld nicht essen kann).
 
 Andreas Reichling
 Vorsitzender NABU Kreisverband Barnim

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