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Polizei lässt Prügel-Opfer 
im Stich

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42 Kommentare

07.03.2011 22:06:26

Wutbürger

Frank, was soll das ???

Wie können Sie nur die hier passiven Passanten auch noch in Schutz nehmen???
 Und die Tatsache, dass Sie sich als von mir beleidigt angesprochen fühlen, bestärkt nur meinen Verdacht, dass Sie persönlich dazu gehört haben.
 Denn über diese Personen habe ich tatsächlich ein negatives Werturteil abgegeben.
 
 Und was veranlasst Sie eigentlich sogar noch zu behaupten, dass selbst das nicht körperliche sondern nur verbale Eingreifen hier den Passanten die zugesehen haben nicht zuzumuten gewesen sein soll???
 
 Und sind Sie tatsächlich ernsthaft der Meinnung, nur weil es solche Idioten und Straftäter gibt, soll keiner mehr etwas sagen und den Kopf einziehen wenn sich jemand daneben benimmt???
 Mit dieser Argumentation dürfte es keine Richter, Staatsanwälte und Polizisten mehr geben...
 Das wäre die totasle Kapitulation und Aufgabe aller Wertigkeiten und Normen in unserer Gesellschaft und würde in der Folge und Konsequenz zu Selbstjustiz und schlimmstenfalls Blutrache führen.
 Denn wenn keiner mehr auf gesellschaftliche Normen und Werte setzen sowie auf die Unterstützung der Allgemeinheit bei der Einhaltung dieser Normen und Werte vertrauen kann, werden ein großer Teil der Leute die nicht gewillt sind sich wie Sie es für normal halten feige zu verkriechen anfangen zurückzuschlagen.
 Folge davon sind dann leider oft Notwehrexzesse und Lynchjustiz.
 
 Nein Frank, Statements und Haltungen wie Ihre sind es, die zumindest mit verantwortlich sind, für die Ungeheuerlichkeiten die Sie hier als Argumente für Ihre Meinung anführen.

07.03.2011 16:00:30

Maria

Alles schön und gut,

und wenn ich (als Frau) mir vorstelle, dass dort drei Jugendliche (hinterher identifiziert als stadtbekannte Schläger) entsprechend agressiv auftreten, wäre ich vermutlich auch nicht persönlich rein in die Prügelei. Das kann ich teilweise verstehen, aber es hat doch so ziemlich j e d e r e i n H a n d y heutzutage und da kann man nicht die Polizei rufen??? Dem Beamten wär dann vielleicht auch mal aufgegangen, dass dies kein Scherzanruf des Mädchens war... erbärmlich seitens der Passanten und des Polizisten, der den Notruf nichtmal weitergeleitet hat!!! Mehr ist dazu nicht zu sagen.

07.03.2011 12:05:27

Frank

Bilanz

ich habe alles, was ich geschrieben habe von Dir bestätigt bekommen, wenn man die persönlichen Angriffe, Beleidigungen und das übliche weltfremde Geschwurbel herausfiltert:
 
 a) sich als Opfer zu wehren kann bedeuten, dass man von Täter und Justiz selbst zum Täter erklärt werden kann (Täter-Opfer-Umkehr)
 b) als Zeuge einzuschreiten kann mit Lebensgefahr verbunden sein
 
 Es wäre im Frankfurter Fall nicht auszuschließen gewesen, wenn einer der Schläger ein Messer zückt und benutzt. Aus diesem Dilemma heraus halten sich die Leute zurück, weil sie nämlich von einer weltfremden Justiz im Stich gelassen werden, wenn der Täter nicht so einsichtig ist, sich mit salbungsvollen Worten von seinem Tun abbringen zu lassen. Nicht die Menschen sind schlecht, sondern unser Strafrecht und unsere Kuscheljustiz.
 
 Lieber Wutbürger, wenn man Deinen Argumenten folgt, muss man sich wundern, wieso es den "Weißen Ring" überhaupt gibt.

06.03.2011 19:44:29

Wutbürger

Noch etwas

Frank hat in seinem Kommentar über den Informatikstudenten Sven G.geschrieben, der angeblich zu Unrecht zu einer Haftstr. verurteilt wurde, weil er sich gegen 5 Albaner zur Wehr setzte...
 Was das hier im Zusammenhang mit angeblich gefährlicher Zivilcorage zu tun hat verschließt sich meinem Verständnis und außerdem empfehle ich jedem, der etwas kritischer solche Behauptungen hinterfragen möchte den diesbezüglichen Artikel in Spiegel online:
 http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,660228,00.html
 Nichts da mit Zivilcourage, 3 Jahren Haft und keine Bewährung...
 Der Vorsitzende Richter Norbert Riedmann stellte bei seiner Urteilsbegründung noch einmal klar, dass die Tat G.s mit Zivilcourage "absolut nichts zu tun" gehabt habe. Der Student, der dem Angreifer auch noch körperlich überlegen war, hätte sich durchaus anders wehren können als mit einem Messer. Zudem sei G. auch noch mit mehreren Freunden unterwegs gewesen.
 Ich frage mich also, warum hier Frank solche falschen und unpassenden Beispiele zur Entschuldigung von Straftaten anführt ???
 @Frank
 Waren sie etwa eines dieser feigen A... die weggeschaut haben?

06.03.2011 19:30:39

Wutbürger

kein Verständnis

habe ich frü Aussagen wie vorstehende von Frank und KUC.
 
 Vorliegend geht es im Artikel um einen ganz bestimmten Sachverhalt wo zwei Jugendliche geschützt von einem weiteren ein KIND geschlagen und getreten haben...
 
 Beispiele dafür, dass Zivilcourage die Couragierten in Gefahr gebracht hat gibt es leider sehr viele. Trotzdem wird Sie überall als lobenswert und wünschenswert angesehen.
 Und schließlich sollte man sich noch vergegenwärtigen, was Zivilcourage eigentlich heißt.
 -Zitat Wikipedia:
 "das Auftreten gegen die öffentliche Meinung, mit dem der Einzelne, ohne Rücksicht auf sich selbst, soziale Werte oder die Werte der Allgemeinheit vertritt, von denen er selbst überzeugt ist"
 Wenn hier Frank und KUC also um Verständnis für das Wegsehen und Nichts unternehmen plädieren, plädieren Sie also für die Aufgabe von sozialen Werte und Werten der Allgemeinheit, nur aus einer egoistischen Haltung heraus.
 Solche Meinungen sind in meinen Augen mindestens genauso verantwortlich für die Verrohung und den Egoismus in unserer Gesellschaft.
 Ich hatte den § 323 c StGB wörtlich zitiert.
 Dort wird der Begriff Zumutbarkeit verwendet.
 Ich möchte hier also Frank fragen, ob es nicht zumutbar ist, Kindern in Not zusammen mit anderen anwesenden Erwachsenen und Kindern alleine durch Rufen und lautes Auffordern zum Sofort Aufhören einzuschreiten?
 Ich habe den Artikel mehrmals gelesen und nicht im Ansatz etwas davon gelesen, dass die Passanten nicht wenigstens verbal eingegriffen haben.
 Nein, Sie haben in absolut strafrechtlich relevanter Art und Weise Weggeschaut und Ihre bürgerlichen Pflichten zum Eingreifen in zumutbarer Art und Weise verletzt.
 
 Und solche Argumente wie die von Frank und KUC sind für mich in der Wertigkeit mindestens genauso schlimm...
 
 Schämt Euch Frank und KUC u.s.w.

06.03.2011 14:26:23

Frank

die Wahrheit da draußen

Zivilcourage ist gefährlich, weil Kriminelle allzuleicht an Messer und Waffen kommen und die Hemmschwelle zu deren Verwendung kaum vorhanden ist. Das gilt nicht nur für Dominik Brunner. Siehe
 http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article12713007/Mann-hilft-Ueberfallopfer-und-wird-niedergestochen.html
 
 Deutsche Richter haben Begriffe wie Notwehrexzess, Einzelfall, Verbotsirrtum und Warnstich erfunden, um Täter in Watte zu packen, Straftaten zu bagatellisieren und Helfer zu kriminalisieren, wenn dem Täter auch nur ein Haar gekrümmt wird oder er gar schief angeschaut oder beleidigt wird
 
 Anfang 2009 verurteilte ein Münchener Richter den 30-jährigen Informatikstudenten Sven G., der sich seinerseits mit einem "neckknife" (kleines Messer an Halskette getragen) gegen fünf Albaner zur Wehr gesetzt hatte, zu einer Haftstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten. In diesem Fall musste der Verurteilte, der sich in seinem Leben noch nichts zuschulden hatte kommen lassen, die Haftstrafe ohne Bewährungschance antreten.

06.03.2011 12:27:42

kuc

Na dann ist ja alles in bester Ordnung

Rudolf ist zufrieden und trotzdem ist alles beim alten.
 Man kann hier auch völlig gefahrlos super Kommentare schreiben aber was dann draussen in der Wirklichkeit los ist, das steht auf einem ganz anderen Blatt.

06.03.2011 01:10:39

rudolf

es ist gut....

...zu lesen, dass es bürger gibt, die sich über solch verhalten mündiger, erwachsener bürger (egal ob passant oder polizist) gedanken machen und nicht nur nach ausflüchten für das wegschauen suchen.
 
 danke

05.03.2011 23:24:15

ralf kublich

danke, wutbürger,

sie haben es noch mal zusammengefasst. die menschen an der straßenbahnhaltestelle sollten sich in grund und boden schämen. und genauso sollte sich der polizist, der die kinder am telefon nicht ernst nehmen wollte, schämen. es ist jetzt an den eltern und der schule, das erlebnis mit den kindern zu verarbeiten, damit diese wieder vertrauen gewinnen zu den erwachsenen und zur polizei und nicht nur die erfahrung mitnehmen: wenn du mal in not bist, dann hilft dir sowieso keiner.
 und die beiden schläger, die ja wohl 14 jahre alt und damit strafmündig sind, müssen einen ordentlichen "schuss vor den bug" bekommen, dass sie endlich begreifen: solche taten werden nicht geduldet. am besten wäre es, sie würden mal für ein paar tage den alltag im gefängnis erleben und sie würden umfangreich gemeinnützige arbeit leisten müssen. und ihre eltern sollten für die behandlungskosten aufkommen müssen - und zwar in vollem umfang, dann werden sie ihren kindern schon beibringen, dass solch verhalten nicht geduldet wird.


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