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Zerfledderte Pferdeleichen

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10 Kommentare

03.12.2011 18:09:06

Eva Maria Limmer

Pferd und Heu

Liebe Frau Degenhard,
 
 Sie haben natürlich recht mit Ihren Bedenken bezügl. des einen Heuballens.
 
 Man hätte ihn allerdings aufrollen können und vielleicht noch einen zweiten.
 Leider scheint hier aber niemand in der Lage ein Machtwort zu sprechen.Ich meine hier Behörden,Gemeinde,Politik, Anwohner.
 
 Die Futterproblematik besteht für viele Pferde nicht nur im Winter, sondern leider sehr oft das ganze Jahr. Das liegt einfach daran, daß meistens ein viel zu großer Besatz an Pferden auf viel zu kleinen und meistens noch extrem ungepflegten sog. Koppeln oder Paddocks oder Boxen (zu deutsch:Kisten) abgestellt werden.Gerne wird anscheinend Geld für allerlei Zubehör,Autos,Pferdehänger, Gitterstäbe,allerlei Gebisse und listige Verschnürungen, etc.ausgegeben.Beim Pferd selbst kommt da meistens sehr wenig an.
 Da nun plötzlich die Heupreise steigen, droht die monatliche Winter-Heufütterung (die großzügige) doch tatsächlich auf die Höhe der Tankfüllung eines Mittelklassewagens zu steigen.Das wird dann viele Pferdefreunde dazu bringen, ihren Freund "in gute Hände günstig abzugeben". Es gibt leider nicht nur die Bauer Sahlmanns in Deutschland,es gibt vor allem eine unzählige Masse an Zulieferern von ungeliebten, ruinierten und verschacherten Pferden.
 Jeder, der heute ein Pferd züchtet (wie es mitunter irreführend genannt wird), sollte für die volle Lebenszeit dieses Pferdes verantwortlich sein.
 Eine wesentliche Ursache für den hier beschriebenen Fall ist meiner Meinung nach, die völlig verantwortungslose Massenvermehrung von Pferden, für die es auch nur mittelfristig nie eine sichere Heimat gab.

02.12.2011 10:56:04

Claudia Degenhardt

Hungernde Pferde und Kühe

Wie ich einem Kommentar entnehme, hätte Landwirt Manke besser einen Ballen Heu "rüberschieben sollen". Damit wär die Situation auch nicht besser geworden, denn um e i n e n Ballen hätten dann die ranghöheren und kräftigeren Tiere die schwächeren weggekeilt und womöglich wären auch noch schwere Verletzungen enstanden. Das wird dieser Landwirt auch wissen. Wer schon mal viele Pferde (da reichen schon 15) auf einer Koppel füttern musste, weiss, was da los sein kann. Wahrscheinlich hat der/die Halter/in einfach aus Feigheit das Weite gesucht. Zufüttern kostet viel Geld. Pferde lassen sich heute auch recht schwer vermitteln. Weiß auch nicht, wie eine einzelne Person sich um so viele Tiere könnte. Was geschieht nun mit diesen Pferden/Kühen? Warum wurden sie dort gehalten (kann gar nicht verstehen, wie man eine so hohe Anzahl von Tieren halten kann, extensive Tierhaltung, weil man glaubt, dass man nicht nach den Tieren schauen müsste und auch nicht zufüttern?) Wenn das schon so lange bekannt war und sogar jemand anders die "Bewirtschaftung" betrieben hat (von wegen, Tierquälerei betrieben ohne jeglich ersichtlichen Grund), warum wurde nichts unternommen. Und selbst Hilfe ist schwierig, denn wie sicher allgemein bekannt ist, sieht die allgemeine Heu- und Strohsituation für dieses Jahr nicht gerade rosig aus. Vielen gehen das Heu- u. Strohvorräte schon am Jahresende aus, was nicht nur am vergangenen schlechten Sommer liegt, sondern auch die Verwendung bzw. Abgabe an Biogasanlagen (so braucht man nicht mühsehlig Heu wenden/trocknen, Korn dreschen und bekommt dafür auch sein Geld. So kommt es also zur Futterknappheit bzw. die Preise für's Korn steigen auch noch, obwohl die Qualität dieses Jahr auch nicht so besonders ist. Übrigens: sind mal auf kleineren privaten Höfen Veterinärkontrollen, wird schon mal bemängelt, dass im Stall nicht ausreichend Fenster vorhanden sind (gemäß den Richtlinien für die Pferdehaltung), obwohl man ja auch nicht unbedingt alles umbauen kann/darf und ja auch nicht nötig ist, wenn man seine Pferde überwiegend draußen in Offenstallhaltung hat und den Stall nur bei extrem schlechter Witterung oder nachts (da ist doch sowieso dunkel) bzw. auch zum Füttern, damit die Tiere einzeln in Ruhe fressen können, benutzt. Und woanders verhungern Tiere und keiner kann was tun! Hier in Deutschland kann ein mit normalen d. h. mit logischem Verstand ausgestatteter Mensch wahrscheinlich sowie so vieles nicht mehr verstehen.

30.11.2011 16:47:12

Eva Maria Limmer

Wohlstandsbürger Deutschland und Pferde

Der Bauer Maik Manke sieht dem Sterben bzw.Verhungern der Tiere zu und schimpft. Die Bahnreisenden sind erschreckt ob des häßlichen Anblicks, der sie in ihrem- vermutlich gut beheizten- Transportmittel stört.
 Aber keiner der mündigen Demokraten inklusive der Behörden scheint sich verpflichtet zu fühlen den offensichtlich verhungernden, verzweifelten, hilflosen und eigentlich durch das Tierschutzgesetz geschützten Lebewesen beizustehen.Hier gilt ja wohl eher Gefahr in Verzug als langes Palaver. Vielleicht hätte Grünlandbesitzer Manke wenigstens einen Heuballen herüberschieben können? Ärger über "zerfledderte Pferdeleichen"? Entsetzen über die barbarischen Ursachen wäre hier doch eigentlich angebrachter und vor allem Hilfe für die Hungernden.
 Sind das die gleichen Leute, die hoffen, daß man ihnen in der Öffentlichkeit beisteht, wenn sie verprügelt werden von ihren Artgenossen? Es ist schon ziemlich erbärmlich, wenn das stimmt, was in dem Zeitungsartikel steht. Ein erbärmliches Sittenbild der Wohlstandsgesellschaft 2011.

27.11.2011 17:54:47

Leserin

Fridolin

Ich finde es auch schlimm, was da geschieht, aber ihre Anmerkung bzgl. der Rechtsanwälte finde ich echt unpassend!
 Ich glaube, der Tierhalter brauch auch dringend Hilfe. Er scheint mit seinem Leben nicht mehr klar zu kommen! Denke nicht, dass er das absichlich tut! Auf jeden Fall müssen die Tiere da raus!

27.11.2011 15:08:59

Friedolin

Tierquälerei

Wir leben in einem Rechtsstaat wo es auch für die Haltung von Tieren Gesetze, Normen und Richtlinien gibt. Wie kann es sein das solche Zustände geduldet werden??? Anwälte die solche Zustände und Tierhalter vertreten, denen müssten die Lizenzen entzogen werden. Tierhalter und dessen rechtliche Verteidigung sollte man vielleicht mal ebenfalls unter solchen Bedingungen leben lassen.

26.11.2011 21:21:52

Tierfreund

Auge um Auge...???

Eigentlich verdient dieser Tierhalter das Gleiche was er seinen Tieren antut: Wochenlang ohne Futter und Wasser, keine medizinische Hilfe etc. pp. Leider ist dies wohl nicht machbar...
 
 Aber zumindest ein paar Jahre Knast, lebenslanges Tierumgangsverbot und eine Enteignung scheinen angebracht!!! Also "Hohes Gericht verkünden Sie!!!!

26.11.2011 15:52:53

Leser

@ Katze

Der unfähige Kreistierarzt und der Leiter des Ordnungsamt in Angermünde gehören auch gleich in dir Wüste geschickt! Diese familiären Mauschelei. Keiner unternimmt was.
 
 Die Bundespolizisten würden die Viecher am liebsten mit einem Gnafrnschuß nieder strecken. Dürfen die aber nicht.

26.11.2011 14:51:56

Katze

Zustände wie in einem Kriegsgebiet

Die hier beschriebenen Zustände gleichen denen in einen Kriegsgebiet. Es ist erstaunlich, dass in einem Land, dass sich gerade anschickt, Tierhaltung im Zirkus im Interesse der Tiere zu verbieten, jemand seine Tiere so behandeln darf. Dass die zuständige Behörde nicht mal veranlasst , die Kadaver zu beseitigen, grenzt schon fast an eine Straftat. Das sind keine toten Mäuse, die da rumliegen! Sollten die Pferde an einer Infektion verendet sein, ist die Lage gefährlich, da die Krähen den Erreger verbreiten könnten. So geschehen zu Beginn der 80-er Jahre, als sich eine verheerende Viehseuche in Mecklenburg ausbreitete, weil man damals Schweinekadaver auf offenen Deponien entsorgte an denen sich die Krähen ,,labten"!

26.11.2011 14:22:50

oliva

zerfledderte pferdeleichen

man sollte ihm in ein Gefangnis stecken

26.11.2011 12:25:08

Wilhelm

...

Wenn man bedenkt, wie lange schon dieser "Mensch" Tiere quälen darf, dann sollte Justitia spätestens jetzt durchgreifend einwirken. Nicht nur ein lebenslanger Verbot der Tierhaltung, sondern auch eine Freiheitsstrafe scheinen mehr als angebracht zu sein.


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