28.11.11 16:55 Frankfurt (Oder)
Gedenken an tote Dämmler
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39 Kommentare
03.12.2011 00:43:32
Frank L.
Gedenken der Frankfurter
So gedenken die Frankfurter westlich der Oder ihrer Toten:
http://www.moz.de/themen/aemtertest/artikelansicht/dg/0/1/15225/
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02.12.2011 20:17:17
faules ei im omelette
@W.Malinski
Ja, da haben Sie Recht.
Der traurigen Vollständigkeit halber muss ich jedoch hinzufügen, dass an besagten Orten auch Ungarn, Niederländer, Belgier, Franzosen, Rumänen, Russen, Letten, Ukrainer, Litauer, Esten, Dänen, Weißrussen, Österreicher und auch Deutsche u. Angehörige andere Nationen ermordet wurden.
Was aber meinen Sie mit "bescheidenen Verhalten beider Völker"?
Ich hoffe, Sie werten diese Frage nicht als Angriff auf Ihren Kommentar, sondern können sie als ehrliches Interesse einstufen.
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02.12.2011 20:02:13
Nachdenker
bitte erneut nachdenken!
@W.Malinski
Wer das Recht für sich in Anspruch nehmen möchte, moralisch über Maidanek und Auschwitz-Birkenau zu stehen, sollte sein schändliches Handeln Jahre später nicht gerade damit begründen, macht er sich doch mit den Tätern von Maidanek und Auschwitz-Birkenau gemein!
Der Krieg war lange vorbei, Deutschland mit Vertreibung, Gebietsverlust und Teilung bestraft und ein Teil Deitschlands galt hochoffiziell als "Bruderland", als die deutschen und auch jüdischen Gräber geschändet wurden.
Polen sollte einfach auch zu den dunklen Seiten seiner Geschichte stehen und sich nicht immer nur als Opfer der Geschichte inszenieren.
Ich finde Herr Semik macht diesbezüglich eine gute Arbeit, die vor allem frei von der unsäglichen ideologie des 20. Jhrdts. ist, die bei manchen Kommentatoren hier stark mitschwingt.
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02.12.2011 19:57:07
D. Wolf
D. Wolf
Auch in den von Ihnen benannten KZ sind deutsche gestorben.
Ihre Meinung ist genauso schlimm wie die von den "Nazis" zur Zeit benannten Thesen.
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02.12.2011 19:48:31
W.Malinski
Würdelos@NACHDENKER
Es ist sehr interessant, welche Diskussion sich hier auf deutscher Seite vollzieht. Man spricht hier von würdelosem Umgang mit dem deutschen Erbe.
In Maidanek, in Auschwitz-Birkenau, in Majdanek-Lublin und im Warschauer Getto gab es viel würdelosen Umgang mit polnischem Leben. Viele Wunden und Verletzungen sind noch offen und nicht in jeder polnischen Familie geheilt.
Bitte bedenken sie das immer, wenn sie über deutsch-polnische Beziehungen sprechen. Durch ein bescheidenes Verhalten von beiden Völkern , kann es über die kommenden Jahre nur besser werden.
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02.12.2011 17:26:50
Nachdenker
Wen wollen sie damit verar...en?
@R. Schenske
Ihre Argumentation erinnert an Aussagen wie: Jeder DDR-Bürger hatte selbstverständlich die Möglichkeit; einen Reisepass zu beantragen, die Ausreise zu beantragen, seine Meinung öffentlich kundzutun, ...
Wen wollen sie damit verar...en?
Beschämend und bezeichnend genug, dass nur/erst ein polnischer Historiker die Geschichte der Dammvorstadt aufarbeitet und die seit 1990 tätigen Frankfurter Stadtverwaltungen bisher überhaupt kein Interesse daran hatten.
Fragen sie doch mal warum? Wenn der gleiche Geist, den sie hier vertreten dort herrscht, dann beantwortet sich die Frage von selbst.
Eine ehrliche Nachbarschaft bedingt ein ehrliches Aufarbeiten der Geschichte ohne Tabus. Dazu gehören auch die Aufklärung über das Niederbrennen der fast unzerstörten Frankfurter Altstadt 1945 nach den Kampfhandlungen und dem Durchmarsch der sowjetischen Armee durch marodierende Polen sowie der würdelose Umgang mit dem deutschen Erbe in den nun polnischen Gebieten noch Jahrzehnte nach dem Krieg.
Indem sie in heuchlerisch in voreiligen Selbstbezichtigungen in DDR-Kader-Diktion alle Schuld auf die Weltkriegsverlierer ziehen, tun sie der Aufarbeitung keinen Gefallen.
Die interessante Stadtführung durch Herrn Semik im September hat mir erst die Augen für einen Teil der Frankfurter Geschichte geöffnet, der hier seit 60 Jahren -auch mit ihrer Argumentation- verleugnet wird.
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02.12.2011 16:36:01
Martin
@R. Schenske
"Seit 1990 und auch in den 70-ziger Jahren hatte also jeder Interessierte die Möglichkeit, sich zu kümmern" - Quatsch.
In den 7-er Jahren wurden mehrere Gräber im westlichen Teil des ehemaligen Dammfiredhofs entfernt.
Aufgrund eines Beschlusses der Slubicer Stadtverwaltung vom 1983 wurden dann alle dt. Grabplatten entfernt (mehrere Platten wurden zerschlagen und ins Walde oder zu Oder entfern, sonstige zwangsweise polonisiert). Wie konnten denn ehemalige Dämmler sich kümmern?
Bravo Herr Semik, machen Sie so weiter!
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02.12.2011 15:00:04
faules ei im omelette
Mein Fehler!
Es muss natürlich SEMIK heißen.
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02.12.2011 12:43:34
faules ei im omelette
@R.Schenske
Es ist mir durchaus bewusst, dass das Deutsche Reich den Krieg verloren hat. Aber was wollen Sie mir und anderen Lesern damit wirklich sagen?
Hypothese:
Es ist polnischen und deutschen Bürgern verboten, sich Gedanken über deutsche Grabmale, die nun auf polnischem Gebiet liegen, zu machen?
Es ist polnischen und deutschen Regionalhistorikern verboten, gemeinsam zu forschen, Informationen auszutauschen und ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und Verwaltungen zu Konsequenzen zu bewegen?
Es ist verboten, an alten Dogmen zu rütteln, welche lediglich dazu beigetragen haben, Ressentiments von Polen und Deutschen der anderen Seite gegenüber zu bedienen?
Ich befürchte, Sie möchten lediglich die individuelle Schuld unserer Vorfahren („Am 5.3.1933 wählten zu den Reichstagswahlen 55,2 % der Wahlberechtigten im Wahlkreis Frankfurt an der Oder die NSDAP.“, „...Deutschland hat 1945 den von Deutschland begonnenen 2.Weltkrieg verloren.“) auf die Folgegenerationen projizieren, anstatt diese vorwurfsfrei an die Verantwortung heranzuführen, die ihnen aus der deutschen Geschichte erwachsen ist.
Zudem kann ich gar nicht nachvollziehen, warum Sie so krampfhaft bemüht sind, hier zu suggerieren, dass es sich ausschließlich um Wünsche der Deutschen handelt.
Herr Semnik, auf dessen Initiative die Gedenkanlage zurückzuführen ist, ist polnischer Staatsbürger.
Oder hat sich Herr Semnik in Ihren Augen disqualifiziert, da er seinen Wohnsitz in Frankfurt (Oder), also in Deutschland, wählte.
Dass Sie es vorziehen, auf die Politik zu warten, bis etwas passiert, ist Ihr gutes Recht und bekanntlich schön bequem
Ich befürchte nur, dass Sie in Ihrer hier dargestellten Obrigkeitshörigkeit enttäuscht werden.
Wer ist denn die Verwaltung/Politiker? Es sind von den Bürgern beauftragte Dienstleister am Bürger.
Bürger haben das Recht, ja die Pflicht, sich einzumischen, zu fordern.
Die Politiker kommen doch in der Regel nur zu Eröffnungsfeierlichkeiten oder wie in diesem Fall lassen Sie ihre Insignien auf der Gedenktafel verewigen, um somit den politisch verwertbaren Rahm abzuschöpfen und sich den Dank, der engagierten Bürgern gebührt, anzuheften.
Sie können natürlich bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag weiter auf die Politik/Verwaltung warten.
Somit sind Sie deutscher, als es Ihnen offenbar bewusst und lieb ist.
Ich begrüße es, dass sich Bürger, egal ob Polen oder Deutsche, aus der Bevormundung, die auf Ideologie, Demagogie, Dogmen, Ressentiments und Bequemlichkeit der Verwaltungen/Politik beruhen, befreien, aufeinander zu gehen, sich austauschen, verständigen und ihre Wünsche, Hoffnungen und Vorstellungen artikulieren und für diese eintreten und sich einsetzen.
Schade, dass Sie damit offensichtlich ein massives Problem haben.
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02.12.2011 09:59:28
R.Schenske
@kurt schuhmacher
Genau darum geht es. Um länderübergreifende Regelungen zur Pflege von Grabstätten. Es geht hier nicht um die Artikulierung von Vorwürfen, die von der deutschen Seite oder einigen Bürgern gegenüber der polnischen Verwaltung gemacht werden. Das was jetzt in Slubice in Gedenken an deutsche Gräber entstanden ist, ist ein Zeichen für weitere Schritte.
Vielleicht gibt es über Vereinbarungen zwischen der Wojewodschaft Lubusker Land und dem Land Brandenburg eine Möglichkeit, dieses Thema "Deutsche Friedhöfe" entlang der Oder endgültig für beide Seiten positiv zu klären.
Es bleibt sonst ein sehr sensibles Thema mit vielen Emotionen für beide Seiten.
Hier ist die Politik gefragt.
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