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Wonder Woman und - Sue? In Thüringen wird gerade der erste deutsche Superheldinnen-Film gedreht. Die Hauptrolle spielt Ruby (12) / Von Marie Frech

Und sie ist weg!

Die 12-jährige Nachwuchsdarstellerin Ruby M.
Die 12-jährige Nachwuchsdarstellerin Ruby M. © Foto: Martin Schutt/dpa
Antje Scherer / 09.11.2017, 15:57 Uhr
(MOZ) Hättest du gern Superkräfte? Zum Beispiel die, dich nach Lust und Laune unsichtbar zu machen? Sue kann das: Wenn die Zwölfjährige etwas Warmes anfasst, wird sie unsichtbar. Berührt Sue etwas Kaltes, kann man sie wieder sehen. Naja, nicht in echt, aber in dem Film "Die Unsichtbaren", der gerade gedreht wird.

Sue hat diese besondere Fähigkeit, seit sie in dem Labor, in dem ihre Mutter als Wissenschaftlerin arbeitet, mit einer neuartigen Flüssigkeit in Berührung gekommen ist. Die soll eigentlich Krankheiten heilen - hat aber den Nebeneffekt, unsichtbar zu machen. Sue selbst ist Fan von Superheldencomics und findet ihre neue Spezialkraft ziemlich cool, - bis vor ihren Augen ihre Mutter entführt und sie selbst verfolgt wird. Klar, so ein Mittel interessiert natürlich auch finstere Gestalten. Auch wenn sie kein besonders gutes Verhältnis zu ihrer sehr ehrgeizigen Mutter hat, macht Sue sich - gemeinsam mit zwei Freunden - auf die Suche nach ihr. Und das wird - auch wenn sie immer davon geträumt hat, die Welt zu retten - nicht gerade ein Spaziergang.

Die Hauptrolle der Sue spielt Ruby M. Lichtenberg (12) aus Hamburg. Sie steht noch bis Mitte November in Thüringen und Luxemburg vor der Kamera. Ins Kino soll der Film Ende 2018 oder Anfang 2019 kommen; danach läuft er im Fernsehen.

Das Besondere daran: "Es ist der erste deutsche Superheldinnen-Film", sagt Regisseur Markus Dietrich am Filmset in der Nähe von Erfurt.

Komischerweise gibt es bis jetzt wirklich kaum Filme mit einer Superheldin als Hauptfigur - obwohl es in den Comic-Universen der großen Verlage DC und Marvel viele starke Frauen- und Mädchenfiguren gibt. Dieses Jahr wurde allerdings mit "Wonder Woman" einer Heldin ein großer Spielfilm gewidmet, der sehr erfolgreich in den Kinos lief.

Der Regisseur (der auch bei der Ki.Ka-Serie "Schloss Einstein" Regie führt) wünscht sich, dass "Die Unsichtbaren" auch ein richtiger Hit wird und er noch Fortsetzungen drehen darf; aber das muss man erst mal abwarten.

Der Schauspielerin Ruby macht ihr erster großer Film jedenfalls Spaß, erzählt sie in einer Pause bei den Dreharbeiten. Das Anstrengendste bisher sei eine Stunt-Szene im Schwimmbad gewesen. "Ich musste ins Wasser fallen mit Klamotten!", erzählt sie. "Das durfte nur einmal gemacht werden. Ich hatte ein bisschen Angst, dass ich das verhaue. Aber ich habe es geschafft." Zu der Rolle der Sue ist sie über eine Schauspiel-Agentur gekommen.

Unsichtbar wäre Ruby auch manchmal gerne, "vor allem, wenn man mit Leuten streitet oder wenn einem was peinlich ist. Ich glaube, das möchte jeder mal."

Wenn sie wählen dürfte, würde sie sich allerdings eine andere Superkraft aussuchen: "Ich würde echt gern fliegen können. Ich denke, wenn man fliegt, dann fühlt man sich richtig frei und so unbeschwert."

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