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Wolfgang Brekeller 03.06.2016 17:19 Uhr - Aktualisiert 03.06.16 17:29 Uhr
Red. ,

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Ford Edge: Großer Bruder aus Übersee

Frankfurt (Oder) (MOZ) SUV-Boom ohne Ende: 2015 stiegen die Pseudo-Geländewagen aller Formate (Sport Utility Vehicles) zu den meistverkauften Autos in Europa auf und verwiesen damit erstmals Klein- und Kompaktwagen auf die Plätze. Was Wunder, wenn sich auch Ford ein größeres Stück vom SUV-Kuchen abschneiden will. Und so runden die Kölner jetzt ihr Hochsitz-Portfolio mit Ecosport (Länge 4,02 Meter) und Kuga (4,52 Meter) nach oben ab. Mit einem US-Import. Der große Bruder aus Übersee heißt Edge, misst 4,81 Meter zwischen den Stoßfängern und tritt gegen deutsche Erfolgsmodelle vom Schlage etwa eines VW Touareg an.

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Fords neues SUV-Flaggschiff ist eine markante Erscheinung

© Hersteller

Anders als in den USA und Kanada, wo es der Edge in mittlerweile zweiter Generation zum unangefochtenen Marktführer gebracht hat, steht das Europamodell ausschließlich mit Dieselmotorisierung zur Wahl. Der 2,0-Liter-Selbstzünder, den wir schon vom Mondeo und S-Max kennen, leistet je nach Aufladung (Turbo/Biturbo) 180 oder 210 PS und ist generell mit Allradantrieb gekoppelt. Das 4x4-System ist pfiffiger Teilzeitarbeiter, schickt nur, wenn wirklich nötig, bis zu 50 Prozent des stattlichen Diesel-Drehmoments (400/450 Newtonmeter) auch an die Hinterachse. Diese intelligente Lösung der bedarfsgerechten Kraftverteilung hat gegenüber dem permanenten Allradantrieb nicht unerhebliche Verbrauchsvorteile.

So erreicht der leer immerhin knapp zwei Tonnen schwere, vorbildlich geräumige Fünfsitzer (Ladevolumen 602 bis 1847 Liter) Normverbräuche von 5,8 bis 5,9 Liter.Bei ersten Testfahrten punktete Fords Edel-SUV, der sich auch in standesgemäß hochwertigem Interieur präsentiert, mit sänftenartigem Federungskomfort und beeindruckender Laufruhe. Letztere ist unter anderem der „aktiven Geräuschkompensation“ zu verdanken, einem System, das über die Lautsprecher der Audioanlage künstlichen Gegenschall erzeugt, der störende Innengeräusche reduziert. Eine weitere technische Neuerung, die mit dem Edge bei Ford Premiere feiert, ist die adaptive Lenkung. Bei Langsamfahrt gibt es mehr Lenkunterstützung und weniger Kurbelei, weil auch das Übersetzungsverhältnis variiert wird. Das erleichtert das  Rangieren.

Bei höherer Geschwindigkeit verhärtet die Lenkung, reagiert direkter. Das führt zu einem stoischen Geradeauslauf. Wie es sich für ein Markenflaggschiff gehört, gibt sich Kugas großer Bruder auch in Sachen Fahrer-Assistenzsysteme keine Blöße. Das elektronische, radar- und kamerabestückte Hilfspersonal hat so ziemlich alles drauf, was heute technisch möglich ist – von der automatischen Notbremsung über die Fußgänger-Erkennung bis hin zum beinahe selbstständigen Ein- und Ausparken. Und Airbags gibt es auch dort, wo man sie bislang bei nur ganz wenigen Autos findet: In den Sicherheitsgurten für die äußeren Sitze im Fond, was erschwingliche 225 Euro Aufpreis kostet.Leider gibt es den Einstiegsdiesel mit 180 PS, der zu vergleichsweise moderaten Preisen ab 42.900 Euro angeboten wird, nur in Verbindung mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe. Das dennoch sehr empfehlenswerte Basismodell meistert den Standardsprint von 0 auf 100 in 9,9 Sekunden und ist für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h gut. Wer auf Automatik-Komfort wert legt, der muss den kaum spürbar potenteren Biturbo mit 200 PS nehmen, dem Fords vorzügliches Doppelkupplungsgetriebe vorbehalten ist.

Das macht die bis zu 211 km/h schnelle Automatikfuhre allerdings gleich um happige 7200 Euro teurer, weil der stärkere Diesel nicht in der Grundausstattung „Trend“, sondern erst ab der mittleren Linie „Titanium“ angeboten wird. Dabei ist das Trend-Modell nach guter amerikanischer Sitte alles andere als ärmlich ausgestattet. Mit an Bord sind nicht nur Audio- und Kommunikationssystem mit Touchscreen und Sprachsteuerung, Klimaautomatik und Rückfahrkamera, sondern auch Fahrspur-, Notbrems- und Berganfahrassistent sowie die Verkehrszeichen-Erkennung.

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