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Hajo Zenker 15.11.2016 15:38 Uhr - Aktualisiert 17.11.16 11:28 Uhr
Red. ,

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Autotest BMW 7er

Frankfurt (Oder) (MOZ) BMW bewegt sich auf dem Heimatmarkt mit einem Plus von 5,8 Prozent in diesem Jahr bisher leicht über dem Durchschnitt, der bei 4,9 Prozent Zuwachs über alle Marken liegt. So konnte der 2er zulegen, während der 3er im Minus fährt. Sehr gut angekommen ist der neue 7er, der sich deutlich besser als zuletzt der Vorgänger verkauft und derzeit weit mehr Käufer als der Audi A8 findet - aber auch spürbar weniger als die Mercedes S-Klasse. Allerdings hat der Mercedes im Gegensatz zum BMW an Zuspruch verloren.

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Fotostrecke

BMW 7er

Niedlich, weiß und wuschelig - Knut zog im Jahr 2007 die Berliner und später die ganze Republik in seinen Bann.  

Im MOZ-Autotest, der BMW 7er © MOZ / Hajo Zenker

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Motor

Drei Benziner und drei Diesel stehen für den 7er BMW zur Verfügung. Dazu kommt noch ein Plug-in-Hybrid. Das ergibt eine Leistungspalette von 265 PS bis 610 PS. Der von uns gefahrene 740i ist mit 326 PS aus einem Drei-Liter-Sechszylindermotor der schwächste Benziner. Aber natürlich ist der 740i alles andere als schwach, dafür sorgt schon das maximale Drehmoment von 450 Newtonmetern (bereits ab 1380 Umdrehungen). Und so kann man in fünfeinhalb Sekunden von 0 auf Tempo 100 kommen. Auf der Autobahn wird bei 250 km/h abgeregelt. Der Klang des Motors ist dabei mit dem Wort Laufruhe nur unzureichend beschrieben. Dazu passt die Acht-Gang-Automatik hervorragend. Einen Beitrag zur Beschleunigung leistet dabei, dass der neue Materialmix des 7er aus Stahl, Aluminium, Kohlefaser für eine Gewichtsreduzierung sorgt - 1,8 Tonnen Leergewicht sind für eine solche Oberklasselimousine nämlich recht wenig.

Karosserie/Ausstattung

Die mittlerweile sechste Generation des 7er BMW kann die optische Verwandtschaft zum Vorgänger nicht verleugnen, allerdings wirkt der Wagen jetzt flacher, dynamischer, breiter. In der ersten Reihe des 5,10 Meter langen Wagens ist das Platzangebot gewaltig, in der zweiten Reihe geht es durchschnittlicher zu. Der Kofferraum ist mit 515 Litern der Klasse entsprechend groß. Trotz des großen Displays mittig auf dem Armaturenbrett ist das Interieur eindeutig BMW und nicht so auf digitale Moderne gebürstet wie bei anderen Herstellern. Neues ist trotzdem eingezogen, wie etwa die Gestensteuerung, mit der sich beispielsweise die Radio-Lautstärke regeln lässt - über den Sinn dieser Innovation darf man geteilter Meinung sein. Absolut überzeugend dagegen sind die verwendeten Materialien, die wirklich ein Luxusgefühl erzeugen. Ab Werk gibt es neben kompletter Sicherheitsausstattung LED-Scheinwerfer, Einparkhilfe, beheizte Außenspiegel, Navigationssystem, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Sitzheizung vorn. Diverse Assistenzsysteme sind zusätzlich gegen Aufpreis erhältlich.

Fahrverhalten

Die serienmäßige Luftfederung vermag das Kunststück, über alle Unebenheiten schweben zu können und bei Bedarf trotzdem eine dynamische Fahrweise zu ermöglichen, wie es ja gerade für einen BMW besonders wichtig ist.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen 7er BMW gibt es für den kleinsten Diesel ab 83.200 Euro. Den von uns gefahrenen 740i bekommt man ab 88.900 Euro. Sieben Liter Super (164 g/km CO2), wie es der Normverbrauch verheißt, sind kaum zu schaffen, achteinhalb Liter schon. Das ist für ein Auto dieser Größe durchaus in Ordnung. In der Versicherung gilt für Teil- und Vollkasko jeweils die nicht gerade billige 29, in der Haftpflicht wird die Klasse 21 fällig.

Fazit

Genau so, wie ein Luxusklasse-BMW sein muss - eher fahrerorientiert als Raumwunder, stattlich und zugleich dynamisch. Mehr als den kleinsten Benziner als Motorisierung braucht dabei kein Mensch.

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