Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Mazdas Kompaktmodell rollt frisch geliftet an

In der Basis sind Klima, Radio, Fensterheber und Zentralverriegelung enthalten, einziges Extra stellt eine Metallic-Lackierung dar.
In der Basis sind Klima, Radio, Fensterheber und Zentralverriegelung enthalten, einziges Extra stellt eine Metallic-Lackierung dar. © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 01.12.2016, 13:29 Uhr - Aktualisiert 05.12.2016, 12:56
Frankfurt (Oder) (MOZ) Der kompakte Mazda3 ist für die japanische Marke global gesehen das wichtigste Auto. Bei uns belegt das Modell nach den höhergelegten CX-5 und CX-3 lediglich den dritten Platz im Mazda-Verkauf, der übrigens in diesem Jahr insgesamt bisher um satte zehn Prozent zugelegt hat.

Die Golf-Klasse ist hierzulande ja hart umkämpft. Allerdings kommt der aktuelle Mazda3 bei den Deutschen deutlich besser an als der Vorgänger, wie man bei Mazda betont und auf einen Marktanteil von rund vier Prozent im Segment verweist. Vorher waren es etwa drei Prozent gewesen. Damit das noch besser wird, bekommt der seit Herbst 2013 in der dritten Generation angebotene Wagen ein Facelift verpasst, das ab dem 3. Februar 2017 bei uns verkauft wird.

Der für das Segment mit 4,47 Metern recht lang geratene Mazda3 hat sich optisch dabei nicht wirklich deutlich verändert, aber etwa die Front sieht doch dynamischer und selbstbewusster aus. Das liegt am Kühler genauso wie an den neuen Scheinwerfern. Im Inneren geht es aufgeräumter, moderner und wertiger zu, so ist nun ein Head-up-Display zu bekommen, das farbige Anzeigen hat. Auch das Lenkrad ist neu (jetzt auch beheizbar) und soll etwa mit schmaleren Speichen und näher aneinander gerückten Schaltern die Bedienung erleichtern. Die Handbremse ist jetzt elektrisch. Mazda hat also technisch nachgeholt, was anderswo schon eine Weile zu bekommen ist. Beim vergleichsweise großen Platzangebot für die Insassen ist es natürlich geblieben.

Für den Mazda3 sind drei Benziner (100/120/165 PS) und zwei Diesel (105 und 150 PS) erhältlich. Interessant dabei ist, dass Mazda trotz aller Abgesänge auf den Diesel an diesem Motormodell  ausdrücklich festhält. Man werde den aktuellen Selbstzünder ab der zweiten Jahreshälfte 2017 auch in Nordamerika anbieten. Und der später folgende neue Diesel solle dann noch einmal "erhebliche Verbrauchsreduzierungen" bringen, heißt es. Ein selbstständig entwickeltes Elektroauto soll es übrigens ab 2019 geben. Allerdings rechnet man für die beiden Diesel beim Mazda3 nur mit einem Anteil von 20 Prozent im Verkauf.

Als Volumenmodell für den Mazda3 wird der 120-PS-Vierzylinder-Benziner mit 210 Newtonmetern an maximalem Drehmoment gesehen. Und tatsächlich reicht der völlig aus, um den Kompaktwagen angemessen zu bewegen (8,9 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100; 195 km/h Spitze). Als Normverbrauch werden 5,1 Liter Superbenzin auf 100 Kilometer angegeben (119 g/km CO2), wir brauchten zwei Liter mehr. Der Wagen lässt sich jetzt noch etwas präziser bewegen, was einer G-Vectoring Control getauften Fahrdynamikregelung zu verdanken ist, die etwa das Kurvenverhalten optimiert.

Dass Mazda vom sogenannten Downsizing, also der Verkleinerung des Hubraums, wenig hält, sieht man auch an diesem Motor - der hat zwei Liter Hubraum. Und die heute so gängigen Dreizylinder-Triebwerke gibt es beim Mazda3 auch nicht.Obwohl das Stufenheck, das 500 Euro teurer als das Schrägheck ist, dafür aber 419 statt 364 Liter Kofferraum hat, in Deutschland bisher auf gerade fünf Prozent des Mazda3-Verkaufs kommt, bleibt es im Angebot. Den billigsten Mazda3 gibt es mit dem 100-PS-Benziner für 17.990 Euro, das sind 300 Euro mehr als bisher.

In der Basis sind Klima, Radio, Fensterheber und Zentralverriegelung enthalten, einziges Extra stellt eine Metallic-Lackierung dar. Wer ein großes Display, City-Notbremsassistent, Verkehrszeichenerkennung oder einfach einen größeren Motor haben will, muss eine höhere Ausstattung wählen. Der 120-PS-Benziner etwa startet bei 21.090 Euro, für gut 23.000 Euro ist man dann wirklich erfreulich ausgestattet. Aber eine solche Preisentwicklung scheint Mazda-Kunden nicht wirklich zu schrecken - jeder dritte Kunde hat nämlich bisher sogar die teuerste Ausstattungsvariante gewählt.

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2017 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG