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Autotest Suzuki SX4 S-Cross

Frische Front: Suzuki SX4 S-Cross
Frische Front: Suzuki SX4 S-Cross © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 10.07.2017, 11:19 Uhr - Aktualisiert 10.07.2017, 16:05
Berlin (MOZ) Suzuki kann sich freuen: Bei uns wuchs die japanische Marke in diesem Jahr bisher um stolze 23,8 Prozent, während der Gesamtmarkt um 3,1 Prozent nach oben ging. Gewaltig zulegen konnte etwa der Baleno, während Swift und Ignis im Minus fahren. Auch der frisch erneuerte SX4 S-Cross verkauft sich sehr gut. 

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Motor 

Für den SX4 S-Cross gibt es zwei Benziner (111/140 PS) und einen Diesel (120 PS). Wir fuhren den neuen Einstiegsmotor, bei dem sich die Frage stellt: Ein solch bulliger Wagen mit einem Dreizylinder-Triebwerk – passt das? Durchaus. Natürlich macht der Ein-Liter-Benziner mit bis zu 111 PS und 170 Newtonmetern maximalem Drehmoment aus dem Suzuki keinen Rennwagen, wie man etwa an den elf Sekunden sieht, die man beim Spurt von 0 auf Tempo 100 braucht. Aber im normalen Leben reicht das völlig aus, fühlt man sich stets angemessen motorisiert. Auf der Autobahn sind 180 Stundenkilometer möglich. Da jedoch wünscht man sich sechs statt der angebotenen fünf Gänge.

Karosserie/Ausstattung 

Im Vergleich zum seit 2006 angebotenen Vorgänger ist der 2013 eingeführte SX4 S-Cross deutlich größer und auch optisch deutlich auffälliger. Selbstbewusstsein strahlt etwa die Front  aus, die nach der jetzt erfolgten Modellpflege frisch und kraftvoll wirkt. Der Innenraum macht einen ordentlichen Eindruck, obwohl Hartplastik dominiert und die heute bei anderen Herstellern so übliche umfassende Digitalisierung von Anzeigen und Bedienung fehlt. Es muss sich ja jeder Kunde selbst fragen, ob ein eher rustikales Gefährt tatsächlich nobel und voll vernetzt daherkommen muss. Platz jedenfalls gibt es für Insassen und Gepäck (430 Liter) im 4,30 Meter langen und 1,58 Meter hohen Wagen wirklich genug. Ab Werk hat der Wagen sieben Airbags, ESP, Klimaanlage, Tempomat, Fensterheber rundum, MP3-CD-Radio, elektrische Außenspiegel, fernbedienbare Zentralverriegelung. Das Angebot an zubuchbaren Assistenten hält sich sehr in Grenzen. Das kann man bedauern, allerdings wird man vom Suzuki auch nicht dauernd darauf hingewiesen, man müsse wegen angeblicher Müdigkeit eine Pause machen oder solle dem Seitenstreifen nicht so nah kommen. 

Fahrverhalten

Am Fahrwerk des SX4 S-Cross hat Suzuki gefeilt – und das merkt man. Der Kompromiss aus Komfort und Straffheit kann überzeugen, entspanntes Gleiten ist genauso möglich wie flotte Kurvenfahrt. Einstiegsmotor und Frontantrieb harmonieren. Allrad bekommt man nur für die beiden anderen Motoren. 

Wirtschaftlichkeit 

Den Einstieg gibt es mit dem von uns gefahrenen Ein-Liter-Benziner für 19.790 Euro. Allrad gibt es nur mit dem großen Benziner oder dem Diesel – und damit ist man bereits bei mindestens 25.390 Euro. Der von uns gefahrene Einstiegs-Motor begnügt sich nach Norm mit fünf Liter Super (113 g/km CO2), wir brauchten einen Liter mehr, was noch immer erfreulich ist. In der Versicherung hat der Wagen in der Haftpflicht eine bescheidene 13, bei Voll-/Teilkasko gelten die Klassen 18/20.

Fazit

SUV, grundsolide - höhergelegt und geräumig, auf Wunsch auch mit Allradantrieb. Ein Stück entfernt von der digitalen Moderne, dafür auf dem Land ein praktisch veranlagter Begleiter. Hajo Zenker

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