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Gegen Captur, Countryman & Co.

Markante Erscheinung: der nur 4,23 Meter lange, aber 1,57 Meter hohe SUV T-Roc
Markante Erscheinung: der nur 4,23 Meter lange, aber 1,57 Meter hohe SUV T-Roc © Foto: Hersteller
Wolfgang Brekeller / 27.08.2017, 17:17 Uhr - Aktualisiert 02.10.2017, 13:36
Wolfsburg (MOZ) Es hat schon immer etwas länger als üblich gedauert, ehe sich Volkswagen den Boom-Segmenten des Pkw-Marktes zuwandte. Dann aber mit durchschlagendem Erfolg. Beispiel Kompaktvans: Erst in der Blütezeit der Scénic & Co. konterte VW 2003 mit dem Touran, der alsbald zum meistverkauften Auto seiner Klasse aufstieg. Das wiederholte sich drei Jahre später mit dem inzwischen verblichenen Eos, der den etablierten Cabrios mit massivem Klappdach vor allem aus französischer Produktion den Rang ablief. Und jetzt?Jetzt soll ein SUV auf Golf-Basis die mittlerweile tief gestaffelte Flotte der kleinen, wendigen und zunehmend gefragten Hochsitze rocken – von den eher einfach gestrickten Exemplaren wie dem Renault Captur bis hin zu den luxuriösen Vertretern ihrer Klasse wie dem Mini Countryman.

T-Roc heißt der neue VW unterhalb des Tiguans, der sich die Technik mit dem Audi Q2 teilt, auf der IAA im September Publikumspremiere feiert und im November bei den Händlern vorfährt. Vorgezogenes Fazit nach unserer ersten Begegnung mit dem Neuling samt Sitzprobe: Der hat das Zeug, das Segment aufzumischen, wenn er denn nicht so teuer kommt wie der Q2 oder der Countryman. Und das ist offenbar nicht der Fall. Die Preise sollen bei etwa 20.000 Euro beginnen, rund 2000 Euro unter dem Q2 und beinahe auf Golf-Niveau, wenn wir einen Fünftürer mit vergleichbarer Motorisierung heranziehen.

Mit nur 4,23 Metern Länge, knackigen Proportionen und einem für VW-Verhältnisse beinahe revolutionären, fast frechen Design hebt sich der T-Roc wohltuend heraus aus vom ziemlich rundgeschliffenen Konkurrenzumfeld. Markante Front mit prägendem LED-Tagfahrlicht, straff gezeichnetes Heck mit elektrisch öffnender Klappe (Extra), voll ausgefüllte und robust beplankte Radhäuser, Zweifarblackierung - ein echter Hingucker aus jeder Perspektive, dem die enge Verwandtschaft zum Q2 kaum anzusehen ist. Auch innen geht der T-Roc neue, eigene Wege. Das schnörkellose Cockpit, leider jedoch mit billigem Hartplastik verkleidet, nimmt die Außenfarbe auf und wartet mit bis zu acht Zoll großem Touchscreen auf. Selbstverständlich ist der kleine Tiguan-Bruder auf Wunsch voll vernetzt. Auch in Sachen Fahrer-Assistenzsysteme setzt er Maßstäbe. Neben dem serienmäßigen Hilfspersonal wie Umfeldbeobachtung „Front Assist“ mit City-Notbremse und Fußgängererkennung, Multikollisionsbremse und aktivem Spurhalter gibt es zehn weitere Fahrerassis zum Aufpreis, darunter auch einer, der für einigermaßen stressfreie Stop-and-go-Fahrt im Stau sorgt.

Der im Vergleich zu den Außenabmessungen lange Radstand sorgt für reichlich Bewegungsfreiheit auf allen fünf Plätzen und einen Kofferraum, der seinen Namen verdient.  Dessen Ladevolumen reicht von 455 bis 1290 Liter, wenn die asymmetrisch geteilte Rücklehne umgeklappt wird. Schade nur, dass VW auf eine längs verschiebbare Rückbank, die das ordentliche Raumangebot noch flexibler nutzbar machen würde, verzichtet hat.

Sechs Motoren stehen für den T-Roc zur Wahl – drei Benziner und drei Diesel mit umweltfreundlicher Harnstoffeinspritzung und einer Leistungsspanne von je 115 über 150 bis hin zu 190 PS. Anders als bei vielen Konkurrenzmodellen gibt es für die stärkeren Triebwerke  auch Allradantrieb, der in Verbindung mit den Topmotorisierungen (190 PS) Serie ist. Wolfgang Brekeller

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