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Autotest Opel Insignia Sports Tourer

Schmuckes Flaggschiff: Opel Insignia Sports Tourer
Schmuckes Flaggschiff: Opel Insignia Sports Tourer © Foto: MOZ/Hajo Zenker
Hajo Zenker / 14.11.2017, 14:50 Uhr - Aktualisiert 14.11.2017, 17:19
Berlin (MOZ) Bei Opel steht ein vom französischen PSA-Konzern verfügter drastischer Umbau an, bis 2024 soll der Hersteller nur noch zwei (französische) statt der bisher neun verschiedenen Plattformen aus dem amerikanischen GM-Konzern nutzen. Das muss helfen, endlich profitabel zu werden und auch die CO2-Vorschriften der EU einzuhalten. Opel wird damit technisch ziemlich französisch. In diesem Jahr hat die Blitz-Marke auf dem Heimatmarkt bisher 0,7 Prozent gewonnen, als der Gesamtmarkt um 2,3 Prozent zulegte. Während Karl, Adam, Corsa und Astra im Minus fahren, können Mokka und Insignia Zuwächse verbuchen.

Motor

Vier Diesel und drei Benziner stehen zur Wahl, das ergibt eine Leistungspalette von 110 PS bis 260 PS. Der zweitstärkste Diesel mit 170 PS aus vier Zylindern und zwei Litern Hubraum sowie mit einem maximalen Drehmoment von 400 Newtonmetern (schon bei 1750 Umdrehungen) ist eine gute, weil kräftige und kultivierte Wahl. Das Triebwerk reicht für einen Spurt von 0 auf Tempo 100 in 9,2 Sekunden und eine Spitze von 220 km/h auf der Autobahn. Die Acht-Gang-Automatik passt ganz wunderbar. Die Kombination macht den Opel zum echten Langstreckenfahrzeug.

Karosserie/Ausstattung

Auf den in Rüsselsheim entwickelten Insignia als Flaggschiff der Blitz-Marke ist Opel sichtlich stolz - zu Recht. So sieht der Insignia - im Gegensatz zum 2008 vorgestellten Vorgänger - überhaupt nicht mehr pummelig aus. Dazu tragen die breite Front mit nach unten gerücktem Grill und die schmalen Scheinwerfer genauso bei wie die um 29 Millimeter geschrumpfte Höhe. Auch die konturierten Flanken vermögen zu gefallen. Besonders ansprechend geraten ist das Heck des 4,99 Meter langen Kombi, der offiziell wieder Insignia Sports Tourer heißt. Auch im Innenraum sieht alles gut aus, fasst sich alles gut an. Etwas bei BMW abgeschaut hat sich Opel die Fahrerorientierung - man sitzt tiefer, die Instrumente sind einem zugewandt. Auch die Überzahl an Knöpfen gehört der Vergangenheit an, schließlich leben wir im Touchscreen-Zeitalter. Logisch strukturiert ist das auch. Für die Insassen steht ordentlich Platz zur Verfügung, in der zweiten Reihe hat die Beinfreiheit spürbar zugelegt. Für das Gepäck gibt es im Kombi 560 Liter Kofferraum (und die Möglichkeit, per Fußschwenk zu öffnen). Serienmäßig sind beim Insignia sechs Airbags, ESP, Klima, Spurhalteassistent, beheizbare Außenspiegel, Fensterheber rundum, Radio und fernbedienbare Zentralverriegelung. Für zusätzliches Geld gibt es schöne Technik, etwa ein Paket, das das nochmals verbesserte LED-Matrix-Licht enthält, das andere Autofahrer nicht blendet, dem Opel-Fahrer aber sehr viel Licht spendet (2390 Euro). Oder ein Paket, das unter anderem Parkassistent, 360-Grad-Kamera und Toter-Winkel-Warner bietet (1140 Euro). Oder das schöne Head-Up-Display (995 Euro).

Vier Diesel und drei Benziner stehen zur Wahl, das ergibt eine Leistungspalette von 110 PS bis 260 PS. Der zweitstärkste Diesel mit 170 PS aus vier Zylindern und zwei Litern Hubraum sowie mit einem maximalen Drehmoment von 400 Newtonmetern (schon bei 1750 Umdrehungen) ist eine gute, weil kräftige und kultivierte Wahl. Das Triebwerk reicht für einen Spurt von 0 auf Tempo 100 in 9,2 Sekunden und eine Spitze von 220 km/h auf der Autobahn. Die Acht-Gang-Automatik passt ganz wunderbar. Die Kombination macht den Opel zum echten Langstreckenfahrzeug.
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Fahrverhalten

Der Insignia Sports Tourer liegt toll auf der Straße. Wobei auch hier vor allem das Gefühl von Langstreckentauglichkeit vermittelt wird. Mit dem optionalen FlexRide-Fahrwerk allerdings lässt sich wählen, ob man es noch komfortabler oder doch lieber sportiver haben möchte. Für die drei stärksten Motoren, und damit auch den 170-PS-Diesel, kann man zudem Allradantrieb bekommen.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Insignia gibt es ab 25.940 Euro, der Kombi kostet 1000 Euro mehr. Angesichts des Anspruchs von Opel, mit diesem Insignia die etablierten deutschen Premium-Anbieter ärgern zu wollen, ist das echt günstig. Mit dem zweitstärksten Diesel nebst Automatik werden daraus mindestens 34.460 Euro. Laut Norm verbraucht er 5,7 Liter Diesel auf 100 Kilometer (150 g/km CO2), mit knapp einem Liter mehr kann man hinkommen.

Fazit

Der letzte Opel auf GM-Grundlage ist ein tolles Auto geworden, das neben Design und Raum viel moderne Technik zu bezahlbaren Preisen bietet. Damit ist die Latte für neue Blitz-Modelle hochgelegt.

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