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Dirt 4
Dirt 4 © Foto: Codemasters
Stefan Klug / 28.06.2017, 15:22 Uhr - Aktualisiert 03.10.2017, 15:28
(MOZ) Niemand fährt besser querfeldein als Codemasters. Dies gilt, seitdem der legendäre Colin McRae seinen Namen für Games der englischen Entwicklerschmiede gegeben hat. Die Erben der wegweisenden virtuellen Rallye-Erlebnisse fahren heutzutage unter dem Namen "Dirt" auf den Konsolen über Stock und Stein. Die mittlerweile vierte Ausgabe steht bei den Händlern und muss sich sowohl mit den Ahnen, wie auch mit den Vorgängern messen lassen. Denn schließlich stellt sich jedes Mal aufs neue die Frage, ob man sich ein Vollpreis-Game zulegen muss, das mehr oder weniger die bekannten Strecken aus dem World-Rally-Calendar bedient?

Man muss! Zumindest, wenn auch nur ein Promille an Benzin im Blut fließt. Denn die Gene der Urväter kann Codemasters locker auf den jüngsten Spross "Dirt 4" übertragen. Dabei erfinden die Briten das Rallye-Game keineswegs neu. Wie auch? In den über 20 Jahren seit dem Playstation Start ist irgendwie alles schon programmiert worden. Die Frage, die sich aktuell stellt, ist, wie nah die virtuelle der wirklichen Realität kommt. Und, ob dann noch Spielspaß übrig bleibt. "Dirt 4" überlässt die Entscheidung dem Spieler, ob dieser sich für die Einstellung Gamer entscheidet, also Spaß haben will, oder Simulation. Dann wird's beinhart. Weder etwas für Angsthasen noch für jene, die Mal eben einen Streckenabschnitt fahren wollen. In letzterer Einstellung dauert die Karriere eine gefühlte Ewigkeit, weil schon die Beherrschung der Boliden eine Lebensaufgabe ist. Da hilft die Fahrschule nur bedingt, obwohl diese jetzt noch tiefer in die Trickkiste greift. Mit manueller Schaltung und ohne sonstige Fahrhilfen kann spielen echt harte Arbeit werden.

Als Ausgleich dazu dürfen nun Landrush-Rennen gefahren werden. Mit Buggies oder Trucks über Rundkurse gegen ein Dutzend Gegener, ohne Rücksicht auf Verluste.

Ob Gamer, Simulation oder Landrush - "Dirt 4" macht fast alles richtig und ermöglicht es dem Spieler, die für ihn perfekte Einstellung zu finden. Selbst den Zeitpunkt der Gebetbuchansage durch den Co-Piloten kann man zeitlich regulieren. Für Credits lassen sich wunderschöne Ikonen des Rallye-Sports erwerben, um mit diesen historische Events zu bestreiten. So wird's nicht langweilig. Und wenn doch, dürfen sich nun auch eigene Strecken gebastelt werden. Hier ist die Abwechslung der Abschnitte zwar nicht so groß, aber immerhin.

Auch grafisch kann der neue Teil an die inhaltliche Qualität anknüpfen, was vor allem die Boliden- und Landschaftdarstellung betrifft. Nicht zu vergessen, der CO2-Ausstoß der virtuellen Raserei geht gegen Null. Für manchen Zeitgenossen durchaus ein Entscheidungskriterium.

Dirt 4; Codemasters

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