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Waidmanns Heil

Hunting Simulator
Hunting Simulator © Foto: bigben
Stefan Klug / 14.08.2017, 19:56 Uhr - Aktualisiert 03.10.2017, 15:24
(MOZ) Die Jagd ist so alt wie die Menschheit. In der Freizeit jedoch spielt sie hierzulande so gut wie keine Rolle mehr, sei's real oder virtuell. In letzterem Fall ist nun Abhilfe geschaffen worden, denn bigben will uns mit dem "Hunting Simulator" in Wald und Flur entführen. Immerhin vom Regenwald, über Steppenlandschaft bis hin zu heimischen Gefilden reichen die Einsatzgebiete, so dass der potentielle Waidmann alle möglichen Reviere dieser Erde und das dort streunende Getier kennenlernen kann. Denn keine Frage, nur Wachteln und Hasen nachzustellen macht auf Dauer wenig Spaß.

Doch keine Bange, in den neun Jagdgebieten warten auch einige ansehnliche Brocken wie Grizzly oder Elch. Wer jedoch nun glaubt, mit der Wumme durchs Unterholz rennen zu können um alles zu erlegen, was sich bewegt, ist weit vom Einsatzziel einer Jagdsimulation entfernt. Action- Fans sind hier falsch am Platz. Denn das einzige, was dem einigermaßen entsprechen würde, ist das große Finale, der Schuss also. Doch der Weg bis dahin ist weit und teils eher unspektakulär. Es gibt zwar auch einen Übungsschießstand, abseits davon aber ist Jagd vor allem pirschen, schauen, einschätzen. Denn zunächst gilt es, Spuren zu lesen, die Beute zu identifizieren und sich entsprechend anzuschleichen. Das Wild aber kann den Jäger sehen, riechen, hören. Dem muss man entsprechen. Einmal aufgescheucht, ist das Ziel weg und mit ihm meist auch alle anderen. Gerade in der Kampagne ärgerlich, denn hier tickt im Hintergrund gnadenlos die Uhr runter. Doch an den Missionen kommt der Spieler nicht vorbei, da nur hier neue Waffen und Gadgets freigeschaltet werden können.

Und dies lohnt sich, denn Bögen, Kurz- und Langwaffen, Köder sowie Tarnmittel machen die Jagd nicht nur spannend, sondern auch abwechslungsreich. Wer sich die knapp 20 Stunden auf die Pirsch begeben hat, kann später nach eigenem Gusto die Gebiete erkunden und Trophäen sammeln. Auch einen Multiplayer- Part gibt es. Mit bis zu drei Mitspielern müssen dann die bekannten Standardmissionen erfüllt werden, wobei die Ziele der Anzahl der Spieler angepasst werden. In Umfang und Anforderungen haben die Entwickler ein durchaus gelungenes Spiel auf die Beine gestellt. Es vermittelt deutlich mehr von der Jagd als den finalen Schuss. Allerdings ist der Ausflug in die virtuelle Natur rein technisch betrachtet nur im Mittelfeld gelandet. Die Grafik ist noch ok und kann mit einigen netten Spezialeffekten punkten. Fauna und Flora hätten aber mehr Feinschliff vertragen können. Ebenso die Animationen, die teils hölzern wirken. Waidmänner werden das Game trotzdem zu würdigen wissen.

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